30.03.2017, 09:00 Uhr

Die Andritz AG schreibt ihre Erfolgsstory auch im fernen Osten

Steirer in China: Michael Schickhofer, Hermann Schützenhöfer und Christian Buchmann mit Thomas Schmitz (Andritz AG)

In Foshan (China) steht eine der erfolgreichsten Niederlassungen des steirischen Paradeunternehmens.

Die Andritz AG schreibt ihre Erfolgsstory auch im fernen Osten

In Foshan (China) steht eine der erfolgreichsten Filialen des steirischen Paradeunternehmen


Wenn Wolfgang Leitner, Grazer Generaldirektor der Andritz AG, den Globus dreht, freut er sich wohl besonders, wenn sein Blick auf China fällt. In Foshan, einer „mittelgroßen“ chinesischen Stadt (8 Millionen Einwohner ...) steht das China-Headquarter des in Graz ansässigen Unternehmens.


Ein Deutscher als Chef der Grazer in China

Chef vor Ort ist der Deutsche Thomas Schmitz, an seiner Seite werken sowohl einheimische Kräfte als auch Österreicher, Briten oder Holländer. Insgesamt sind es 3.000 Mitarbeiter, die jährlich Aufträge in der Höhe von 400 bis 500 Millionen Euro lukrieren und einen Gewinn von rund 60 Millionen Euro an die Konzernzentrale in Graz abliefern.

„Zu 70 Prozent machen wir Geschäfte im Land, nur 30 Prozente gehen in den Export“, erklärte Schmitz im Rahmen eines Betriebsbesuches der steirischen Wirtschaftsdelegation mit LH Hermann Schützenhöfer, seinem Stellvertreter Michael Schickhofer und Landesrat Christian Buchmann. Besonderheit der China-Filiale: Es ist der einzige Standort, an dem alle Divisionen der Andritz (Hydro, Papier, Metall und Separation) vertreten sind. Im Endausbau braucht man dafür im aufstrebenden Foshan ein Betriebsgelände von 100.000 Quadratmetern.

Seit 1997 ist die Andritz in China vertreten, seit 2002 steht das Headquarter in Foshan (Provinz Guadong). Was ist das Besondere an China: „Es ist wohl die Geschwindigkeit des Änderns, die das Land so besonders macht“, spricht Schmitz das enorme Tempo der Entwicklung an. Dieses würde auch die Andritz immer wieder vor neue Herausforderungen stellen. Auf Unterstützung der öffentlichen Hand kann er sich dabei verlassen: „Das Einvernehmen mit dem Bürgermeister, mit den städtischen Organisationen ist bestens. Der Stadtchef kommt regelmäßig vorbei, fragt nach, ob wir etwas brauchen und hilft“, lobt er die hohe Umsetzungsqualität seiner chinesischen Partner.


Die "Kopierer" aus den eigenen Reihen

Die Unternehmensbesteuerung ist mit 15 Prozent im Vergleich überschaubar, die Lohnkosten befinden sich, so Schmitz annähernd auf osteuropäischem Niveau: „In diesem Bereich ist China vergleichbar mit Rumänien, damit sind wir aber noch deutlich höher als zum Beispiel Indien oder Vietnam.“ Gibt es auch Probleme? „Nein, schwierig ist es nur, wenn sich ehemalige Mitarbeiter mit unserem Know-how selbstständig machen und dann zu Konkurrenten werden.
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