08.02.2017, 14:58 Uhr

Agrarmarketing Tirol zieht positive Bilanz für 2016 – mit Video

Wendelin Juen, GF Agrarmarketing Tirol, Peter Steiner, kaufm. Direktor Klinik Innsbruck, LHStv. Josef Geisler

Auch im Konstrukt "Lebensraum Tirol 4.0" wird die AM Tirol als Institution bestehen bleiben.


TIROL. "Es gab in der Vergangenheit immer wieder Diskussionen um den Fortbestand der Agrarmarketing Tirol. Eine Verschmelzung mit der Tirol Werbung stand im Raum, nach der Präsentation von Lebensraum Tirol 4.0 sind diese Befürchtungen vom Tisch. "In Tirol gibt es viele exzellent arbeitende Institutionen wie die Agrarmarketing oder die Tirol Werbung, im Lebensraum Tirol 4.0 werde lediglich die gemeinsamen Synergien gesucht und auch verbunden", erklärt Agrarmarketing-Obmann LHStv. Josef Geisler. Die AM Tirol bleibt als selbstständig arbeitende Institution bestehen, aber es können durchs neue Aufgaben, auch grenzüberschreitende hinzukommen. "Auf die wir uns sehr freuen“, sagt GF Wendelin Juen. So war bei der kürzlich durchgeführten Aufsichtsratssitzung von Lebensraum Tirol 4.0 das Thema Lebensmittel "sehr präsent", wie Geisler sagte.

Großküchen im Fokus

Die Erfolgsgeschichte Agrarmarketing Tirol wurde auch 2016 weitergeschrieben und weiterentwickelt. Neben der Einführung von neuen Produkten wie die Almmilch, ein Butterschmalz oder den Kalbli-Börger stand die Belieferung von Öffentlichen Großküchen im Vordergrund.
"Der Startschuss zu einer Regionalitätsoffensive in öffentlichen Küchen fiel 2016 und das trägt Früchte. "90 öffentliche Einrichtungen bekennen sich zur Verwendung von heimischen Lebensmitteln, mit 110 Betrieben wurde Kontakt aufgenommen", erklärt Juen. Bei Milchprodukten werde zu 100 Prozent auf regionale Produkte zurückgegriffen, bei Käse sei mit 30 Prozent noch Potential vorhanden, erklärt Juen. Peter Steiner, der kaufmännische Direktor der Klinik Innsbruck, bestätigt Juen. "44 Prozent der Aufträge ergehen an Tiroler Firmen, täglich werden 4.5 Tonnen Lebensmittel zu 5.500 Portionen verarbeitet." 80 Prozent der Milchprodukte und des Gemüses kommen von Tiroler Bauern.
Für 2017 ist die Adaption eines Felsenkellers für die langfristige Käsereifung und die Entwicklung eines Modells für ein Gebiet mit einer extrem kleinstrukturierten Landwirtschaft angedacht. Hier wird das Paznauntal beleuchtet.
Insgesamt tragen derzeit 216 Produkte das Gütesiegel "Qualität Tirol".
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