03.02.2012, 09:32 Uhr

Ein Kulturquartett für Maribor 2012

„Kulturquartett Maribor 2012“: HR Albert Lorenz, Prof. Evelyne Lorenz, Günter Simmerl, Andrej Koren. KK
Spielfeld: schloss spielfeld | Marburg ist 2012
Kulturhauptstadt.
Die Kulturinitiative Schloss Spielfeld bereichert das Programm.


Bis jetzt ist es noch ganz ruhig um Maribor, der Landeskulturhauptstadt Europas 2012. Nur knapp eine halbe Autostunde von Leibnitz entfernt, wird sich unsere slowenische Nachbarsstadt heuer aber noch konzentriert als kulturelle Drehscheibe erweisen. Dank der „Kulturinitiative – Schloss Spielfeld“ ist auch die Südsteiermark beim Veranstaltungsreigen in Marburg mit dem Filmprojekt „Begegnungen an der Grenze“ vertreten. Gezeigt werden sechs Kurzfilme zum Thema in zweisprachigen Dialogen (in slowenisch und deutsch oder mit Untertitel). Ein Film entstand in Zusammenarbeit mit dem ORF und zeigt auch Luftaufnahmen von Spielfeld.

Begegnungen an der Grenze
Der erste Kontakt für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit entstand durch den Roman „Grenzlinien – Verlorene Heimat“, der von Autorin Evelyn Schmidt (Evelyne Lorenz), zu Hause am Graßnitzberg, verfasst wurde und in wertfreier ehrlicher Form die Problematik an der Grenze (Stichwort: Krieg) berührend aufzeigt. In der Folge entwickelte sich eine wunderbare Freundschaft, die Früchte trägt.

Sentilj und Spielfeld
„Wir werden im Rahmen von ,Harmonie‘ am 25. Mai in Maribor unseren Beitrag vorführen und am 14. September im Rahmen eines ,Erzherzog Johann Tages‘ gemeinsam mit dem MGV Ehrenhausen, dem Männerchor aus Sentilj und den Tanzgeigern sowie den slowenischen und österreichischen Tierärzten eine Veranstaltung haben“, freut sich Evelyne Lorenz, die gemeinsam mit Gatten Albert Lorenz (Obmann), Günter Simmerl und Andrej Koren das „Kulturquarett“ der „Kulturinitiative – Schloss Spielfeld“ bildet.
Darüber hinaus sind auch ein Podiumsgespräch und eine Diskussion zum Thema Europa mit Erhard Busek und dem slowenischen Schriftsteller Drago Jancar geplant.
„Unser Projekt wird auch in Servus TV durch Staatsoperndirektor a. D. Ioan Holender vorgestellt“, freut sich Evelyne Lorenz über die guten Kontakte weit über die Bezirksgrenzen hinaus.
Kontakte werden auch mit der österreichisch-slowenischen Freundschaft gepflegt.
Land fördert Projekt
Ziel der parteiunabhängigen Initiative (der Verein wurde 2011 gegründet) ist es, Schloss Spielfeld als kulturelle Drehscheibe über die Grenzen hinweg zu positionieren, wobei jeder herzlich zur Mitarbeit willkommen ist. Sämtliche Vereinsmitglieder arbeiten ehrenamtlich. „Maribor 2012 gibt der Grenzregion die Möglichkeit, das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen“, bringt es Evelyne Lorenz auf den Punkt, die dankbar ist, dass das Filmprojekt durch eine Landesförderung Anerkennung fand. „Von Seiten der Gemeinde Spielfeld gibt es keine Unterstützung. Weder ideell noch finanziell“, bedauert Lorenz, die sich allerdings über Vereinsmitglieder bis in den Raum Graz freut und für ihre engagierte Arbeit sehr viel positives Echo erntet.

Waltraud Fischer
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