22.11.2016, 13:45 Uhr

Steirischer Kren schärft ausgewählte Speisekarten

Steirischer Kren g.g.A. startet durch. Ab sofort schärft heimischer Kren die Speisekarten von 30 ausgewählten Wirtshäusern und Restaurants. Im Bild Vizepräsidentin Maria Pein (2.v.r.) mit Landhauskeller Küchenchef Alexander Robin (r.) sowie Krenbauer Franz Tappauf (l.) und Krenbauern Obmann Martin Kern. (Foto: ©thomasraggam.com)

Kren ist nicht gleich Kren - regional heißt das Zauberwort.

„Unser von der EU geadelter ‚Steirischer Kren‘ entfaltet seine volle Schärfe, gesundheitliche Kraft und kulinarische Vielfalt jetzt in der steirischen Küche“, freut sich Vizepräsidentin Maria Pein über die noch bis 4. Dezember ausgerufenen Kren-Wochen. Pein wünscht sich, dass dieses ehrliche, heimische Superfood künftig einen Fixplatz in der heimischen Küche einnimmt: „Für die Vielfalt des Krens in der Küche und die gesundheitlichen Vorzüge wollen wir, die Steirerinnen und Steirer, bei den Kren-Wochen begeistern.“ 30 steirische Hauben- und Meisterköche verwöhnen im Zuge der laufenden Kren-Wochen ihre Gäste mit außerordentlich gesunden Gaumenfreuden von der Kren-Suppe über Kren-Risotto und Kren-Schweinsschnitzel bis hin zum Krenpüree oder Kren-Sauerrahm-Törtchen mit steirischer Lachsforelle.


Wunderwurzel

„Für die besondere Schärfe dieser Wunderwurzel sind Senföle verantwortlich, die antibakteriell und antibiotisch wirken. Außerdem hat Kren einen doppelt so hohen Vitamin-C-Gehalt wie Zitronen“, stellt Ernährungsexpertin Sandra Holasek von der Medizinischen Universität Graz klar. Und weiter: „Der scharfe Steirer wird auch als Penicillin des Gartens bezeichnet. Die ätherischen Öle, der hohe Vitamin-C-Gehalt und die Mineralstoffe wirken desinfizierend und durchblutungsfördernd. Somit unterstützt das Superfood Kren auch die Vorbeugung gegen Erkältungen.“ Außerdem ist Kren ein Wohlfühl-Macher, der ein angenehmes Sättigungsgefühl erzeugt. Denn durch die Unterstützung der Geschmacksrezeptoren wird das Geschmackempfinden verstärkt.

Beste Pflege

„Steirischer Kren will täglich seinen Herrn sehen und braucht eine sehr umsichtige Pflege“, betont Krenbauer Franz Tappauf, einer der 78 steirischen Krenbauern. Das unterscheidet Steirischen Kren g.g.A. von namenlosen, anonymen Produkten. Und weiter: „Für einen Hektar Kren muss der Krenbauer etwa 800 Stunden zur Verfügung stehen. Nachdem die kleinen Krenwurzeln, die in der Fachsprache als Fechser bekannt sind, im Frühjahr in die Erde gelegt werden, heben die Krenbauern die folglich gewachsenen Wurzeln im Sommer sogar aus der Erde und entfernen die Seitenwurzeln, damit die Krenwurze kräftig und der Krenkopf besonders dick werden können. Ein dicker Kopf ist nämlich das Markenzeichen des steirischen Krens und die umsichtige Pflege ist für die außergewöhnliche Schärfe verantwortlich.“ Gleich zweimal im Jahr wird das Penicillin des Gartens geerntet – die eine Hälfte Ende März und die zweite Hälfte Anfang November.
„Heuer ließen die feucht-warmen Wetterbedingungen nur eine durchschnittliche Ernte zu. Aber durch die gestiegene Anbaufläche ist der Markt trotzdem gesättigt“, ergänzt Martin Kern, Obmann der Steirischen Krenbauern.
Steirischer Kren ist 2009 von der EU mit dem Herkunftsschutz g.g.A. (geschützte geografische Angabe) geadelt worden. Dieses Gütesiegel darf nur verwendet werden, wenn auf der Verpackung „Steirischer Kren“ drauf steht und „Steirischer Kren“ drinnen ist. Und Steirischer Kren g.g.A. muss auch in der Steiermark verarbeitet werden.
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