Zehn Jahre "The LEctors"
"Man kann nur wachsen mit den richtigen Leuten"
- "The LEctors" sind viele unterschiedliche Charaktere, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: ein Bühnenerlebnis der Extraklasse zu bieten.
- Foto: Felix Kainrath-Reumayer
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Der Leobener Theaterverein "The LEctors" begeht heuer sein zehnjähriges Jubiläum. Den Grundstein legte 2014 Marco Luley gemeinsam mit fünf Gleichgesinnten. Mit MeinBezirk sprach der Obmann und kreative Kopf der Truppe über anfängliche Naivität, positive Entwicklungen und das neue Herbststück.
LEOBEN. "Man kann sich eigentlich gar nicht mehr vorstellen, wie das funktioniert hat", sagt Marco Luley mit einem Schmunzeln auf den Lippen. "Damals waren einfach so viele Dinge ungeordnet, unstrukturiert. Wir wollten unterhalten, wir wollten Spaß haben. Es war einfach von der Leber weg, vielleicht sogar naiv", blickt der heute 34-Jährige auf die Anfänge des Leobener Theatervereins "The LEctors" zurück, den er vor mittlerweile zehn Jahren gemeinsam mit fünf Gleichgesinnten gegründet hat. Seither habe sich viel verändert – die Technik wurde besser, das Marketing professioneller, das Publikum breiter.
- Das letzte Herbststück "Liebe unter Salzstangerl" spielte in einem Supermarkt.
- Foto: MeinBezirk
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Familiär, aber mit Fokus auf Erfolg
"Das Wichtigste ist aber die schauspielerische Weiterentwicklung", erklärt der Obmann von "The LEctors". Zum einen verfüge man mittlerweile über deutlich mehr Erfahrung, zum anderen habe man offensichtlich die "richtigen Leute" an Bord geholt – "wirklich talentierte Leute, die Sachen umsetzen können", führt Luley aus und ergänzt: "Man kann nur wachsen mit den richtigen Leuten."
So zählt "The LEctors" 33 aktive Mitglieder – von Schauspielerinnen und Schauspielern über das Technik-Team bis hin zu fleißigen Helferinnen und Helfern. Es sind Menschen unterschiedlichen Alters und Charakters, ein bunt gemischter, zugleich aber auch untrennbarer Haufen. Für Luley ist es diese Mischung, die die Truppe ausmacht. "Einerseits dieses Familiäre, Freundschaftliche, dieser enge Zusammenhalt, andererseits auch der Fokus auf den Erfolg", schildert der 34-Jährige. Die vielen Stunden, die jeder Einzelne aufwendet, seien der beste Beweis. "Das würde sonst keiner machen, schon gar nicht ehrenamtlich", so Luley, der für den Verein brennt, wie am ersten Tag.
- Bei ihrer 10-Jahres-Feier im Gösser Bräu Leoben zeigten "The LEctors", was Theater für sie bedeutet.
- Foto: Felix Kainrath-Reumayer
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Kindlicher Zeitvertreib
Er selbst kam dabei "unwissentlich relativ früh, wissentlich aber eigentlich erst sehr spät" zum Theater gekommen, verrät der 34-Jährige. "Meine Eltern haben schon immer gesagt, wo immer eine Bühne war, bin ich draufgestanden", lacht Luley. Auch seine Leidenschaft für das Schreiben habe sich rückblickend betrachtet bereits früh gezeigt.
"Immer wenn mein Uropa Mittagsschlaf gehalten hat, habe ich derweil irgendeinen Text geschrieben und meine Uroma hat den dann mit mir aufführen müssen."
Marco Luley, Obmann, Autor und Regisseur bei "The LEctors"
Es folgten unzählige Wohnzimmer-Aufführungenvon "Wetten dass...?" und Co. – Formen kindlichen Zeitvertreibs –, bevor bei Luley mit 16 Jahren im Zuge eines Jugendlagers der Groschen fiel. Ein kleines Filmprojekt bereitete unerwartet viel Freude und rief nach einer Wiederholung. Mangels finanzieller Ressourcen wurde es dann aber ein Theaterstück, bei dem Luley erstmals Bühnenluft schnupperte. Die Begeisterung war geweckt.
- Marco Luley ist Obmann und kreativer Kopf des Leobener Theatervereins "The LEctors". Aus seiner Feder stammen die Stücke, er führt aber auch Regie und steht selbst auf der Bühne.
- Foto: MeinBezirk
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Ausblick auf den Herbst
Mittlerweile schreibt der 34-Jährige nicht nur die Stücke für "The LEctors" und steht auf der Bühne, sondern führt auch Regie. Viele seiner Ideen nimmt der Kreativkopf dabei aus dem Alltag. "Ich sage immer, wenn man mit offenen Augen durchs Leben geht, hat man ganz viel Inspiration", so Luley.
Seit Juli wird für das neue Stück geprobt, das den Titel "Des einen Freud..." trägt. Die Zuschauerinnen und Zuschauer werden dieses Mal in die Praxis einer Therapeutin entführt, die schließlich selbst ins Burn-out schlittert. Das Stück sei moderner, aufwühlender als alles, was man bisher gemacht habe, verrät der Obmann. Eines steht jedoch fest: Auch dieses Mal werde man dem Publikum das gewohnte "360-Grad-Erlebnis mit Unterhaltung, Musik und einem Pointenfluss" bieten, ist Luley sicher.
Zum neuen Stück "Des einen Freud..."
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