Trofaiacher Stimmungsbilder
Marlies Zechner: Mit Schutzausrüstung bei der Arbeit

Marlies Zechner spricht über ihren neuen Alltag seitdem in Österreich die Ausgangsbeschränkungen gelten.
  • Marlies Zechner spricht über ihren neuen Alltag seitdem in Österreich die Ausgangsbeschränkungen gelten.
  • Foto: KK
  • hochgeladen von Verena Riegler

Um das Stimmungsbild einer kleinen Stadt in einer Krisenzeit zu archivieren, bat Jacqueline Juri verschiedene Menschen aus Trofaiach zum Telefoninterview. 

Eine der Interviewpartnerinnen von Jacqueline Juri, der Obfrau des Museumsvereins Trofaiach, war Marlies Zechner, Bereichsleitung Kasse Merkur. Sie ist 38 Jahre alt, verheiratet, Mutter eines Sohnes und lebt in Trofaiach

Wie verbringen Sie Ihre Zeit bzw. Ihren Alltag seit die Ausgangsbeschränkung in Österreich begonnen hat?
MARLIES ZECHNER: Ich gehe arbeiten, damit die Leute ihre Lebensmittel bekommen. Zur Zeit leben wir von Tag zu Tag was die Einteilung der Mitarbeiterinnen betrifft, man kann nicht sagen was morgen los sein wird. Psychisch war der 18. März ein Tiefpunkt: Man soll sich nicht mehr so bewegen, wie wir es gewohnt sind, aber irgendwie ist das bei vielen Menschen noch nicht angekommen. Zusätzlich haben wir unsere Schutzausrüstung bekommen: einen Helm. Als ich diesen aufgesetzte habe, dachte ich mir "soweit hat es kommen müssen, dass ich bei der Kasse mit Schutzhelm und Handschuhen stehe". Weiters muss man ständig mitdenken, die Leute darauf aufmerksam machen, dass sie Abstand halten sollen. Manche Menschen glauben, nur weil sie Gummihandschuhe tragen, seien sie unsterblich.

Was beschäftigt Sie derzeit?
MARLIES ZECHNER: Es beschäftigt mich, wann ich meine Eltern wiedersehen kann, dass ich sie umarmen kann und ihnen ein Busserl geben kann. Ich denke mir auch, warum ist der Mensch oft so eigensinnig und egoistisch und lernt nicht von einem anderen Mensch, warum kann ein älterer Mensch nicht akzeptieren, daheim zu bleiben, wenn sich ein jüngerer Mensch um ihn kümmert, … es geht mir um die Vorbeugung und das man weiter denkt.

Was hat sich für Sie maßgeblich verändert?
MARLIES ZECHNER: Derzeit ist man seiner Freiheit nicht mehr Herr, ich stehe auf und gehe in die Arbeit und dann wieder nach Hause, sonst gehe ich nirgendwo hin, weil ich die Menschen schützen will.

Was möchten Sie Ihren Mitmenschen mitteilen?

MARLIES ZECHNER: Es ist eine Ausnahmesituation, die hat sich kein Mensch ausgesucht. Bitte schaltet den Hausverstand ein und haltet euch an die Bestimmungen!

Interview: Jacqueline Juri

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