Digitales Bauminventarprogramm
Einzigartiges Klimaprojekt mit Leobener Bäumen

Der Leobener Stadtpark am Glacis weist einen gut gepflegten Baumbestand auf und spendet mitten in der Stadt wohltuenden Schatten.
  • Der Leobener Stadtpark am Glacis weist einen gut gepflegten Baumbestand auf und spendet mitten in der Stadt wohltuenden Schatten.
  • Foto: Freisinger
  • hochgeladen von Wolfgang Gaube

Der Baumbestand der Stadt Leoben wird digital erfasst, ein Computermodell simuliert Entwicklungen: Die Stadt Leoben wird Referenzpartner für ein digitales Bauminventarprogramm, das klima- und umweltrelevante Daten liefert und damit die Stadtentwicklung ökologisch beeinflusst.

LEOBEN. Die Stadt Leoben wird Referenzpartner für ein Bauminventar- und Verwaltungssystem, das den Bestand von rund 3.000 Bäumen in Leoben digital erfasst. Aufbauend auf dem bereits vorhandenen Baumkataster werden die Bäume vor Ort mit Kameras aufgenommen, danach werden die Bilder digitalisiert. Mit diesem computergesteuerten 3D-Modell einer deutschen Firma kann der Fachmann virtuell durch die Stadt gehen und auf Knopfdruck metrische Daten der Bäume,  wie beispielsweise Gesundheitszustand, Lage oder Pflegebedarf ablesen.

Beitrag zur umweltfreundlichen Stadtentwicklung

Die großen Vorteile des Programms liegen darin, dass zudem klima- und ökologisch relevante Daten abgefragt werden können: Wieviel CO2binden die Bäume, wo sind Hitzeinseln, um wieviel Grad kühlt ein Park mit Baumbestand das angrenzende Gebiet und vieles mehr.
Das virtuelle Modell bewertet den Baumbestand auch monetär, beispielsweise wieviel an Kosten und Maßnahmen für Kühlung spart man beispielsweise mit mehr Bäumen in der Stadt ein? Oder wo macht es Sinn, mehr Bäume zu pflanzen?
Somit können mit Simulationen, die mit diesem digitalen Bauminventarprogramm gerechnet werden, auch wertvolle Aussagen über eine umweltfreundliche und nachhaltige Stadtentwicklung getroffen werden.

Pilotprojekt in der Stadt Leoben

„Leoben kann als Wegbereiter für dieses neuartige Computerprogramm dazu beitragen, dass in Großstädten ein nachhaltiges Baum- und Stadtentwicklungsmanagement betrieben wird. Denn bei einem Baumbestand von an die 200.000 Bäumen ist es nicht mehr möglich, zu jedem einzelnen Baum hinzufahren und ihn vor Ort zu überprüfen. Wir sind in Österreich Vorreiter für sichere, schattenspendende Grünoasen in unseren Städten“, freut sich der Leobener Bürgermeister Kurt Wallner.

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