Leoben: ein Forschungsstandort von internationaler Bedeutung

Foto: MUL

LEOBEN. Die herausragende Rolle der Montanuniversiät und ihrer Forschungseinrichtungen stand im Mittelpunkt einer Pressekonferenz anässlich des Besuches des FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) am 14. Juni in Leoben. Wissenschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl, FWF-Präsident Professor Klement Tockner, Finanzstadtrat Willibald Mautner, voestalpine-Vorstandsmitglied und Universitätsrat Peter Schwab, MCL-Geschäftsführer Reinhold Ebner, PCCL-Geschäftsführer Wolfgang Kern und Rektor Wilfried Eichlseder belegten mit eindrucksvollen Zahlen den Sonderstatus der obersteirischen Kaderschmiede.
Die außergewöhnliche Ausrichtung der Montanuniversität mit ihren Studienrichtungen entlang des Wertschöpfungskreislaufes vom Rohstoff über das Produkt bis hin zum Recycling und damit wiederum zum Rohstoff bedingt auch das einzigartige Forschungsportfolio der Leobener Universität. „Grundlagenforschung betreiben, in der Scientific Community Erfolg haben und gleichzeitig sehen, wie die Forschungsergebnisse zur Anwendung kommen“, beschreibt Rektor Wilfried Eichlseder in kurzen Worten das Erfolgsrezept der Leobener Universität. „Wir sind auch sehr stolz darauf, dass die Erkenntnisse aus unseren Forschungstätigkeiten sofort in die Lehre einfließen – dadurch profitieren unsere Studierenden direkt und unmittelbar von den Leistungen der Forscherinnen und Forscher“, so Eichlseder.
„Unsere Kernaufgabe ist die Förderung derartiger Bemühungen“, erläutert FWF-Präsident Klement Tockner, „und wir freuen uns auch, damit einen maßgeblichen Beitrag für das Prosperieren der Universitäten leisten zu können“, so der Präsident.

Steirisches Alleinstellungsmerkmal
Für Wissenschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl verfügt die Montanuniversität über ein steirisches Alleinstellungsmerkmal: „Es war zukunftsweisend und nachhaltig von Erzherzog Johann, diese Universität zu gründen. Sie hat die Herausforderungen einer global vernetzten Wirtschaft angenommen und mit ihrem Know-how in Lehre und Forschung eine Nischenposition besetzt, die ihr zu Weltruf verholfen hat. Platz sieben im weltweiten Ranking in Bezug auf Werkstoffe hinter fünf amerikanischen Universitäten und jener von Cambridge ist der sichtbare Beweis dafür. Gemeinsam mit den in Leoben ansässigen Kompetenzzentren trägt die Montanuniversität wesentlich dazu bei, dass die Steiermark mit einer Forschungs- und Entwicklungsquote von 4,87 Prozent eine der innovativsten Regionen in Europa ist!“
Als unglaublich wichtigen Inkubator bezeichnet der Leobener Finanzstadtrat Willibald Mautner die Montanuniversität und ihre Forschungseinrichtungen. „Dass Großunternehmen wie beispielsweise die RHI oder AT&S ihre Forschungszentralen oder Headquarters in Leoben angesiedelt haben, liegt ausschließlich an der herausragenden Leistung unserer Universität“, so Mautner, „und außerdem sorgt die Universität mit ihren Spin-offs auch für neue Unternehmen in der Region.“

Wettbewerbsfähig durch Forschung
voestalpine-Vorstandsmitglied und Universitätsrat Peter Schwab betont die enorme Wichtigkeit der Forschung für den Wirtschaftsstandort Österreich. „Universitäten leisten einen zentralen Beitrag zur fortschrittlichen Entwicklung und langfristigen Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes. Daher ist jeder Euro, der in Ausbildung, Forschung und Entwicklung investiert wird, eine Investition in die Zukunft“, so Schwab.
Das Materials Center Leoben (MCL), das erst kürzlich den Zuschlag für weitere vier Jahre im Comet-K2-Programm des Bundes erhielt, repräsentiert eine der erfolgreichsten Forschungseinrichtungen am Standort Leoben. „FWF Projekte stellen am MCL die Königsklasse dar. Sie sind sehr schwer zu gewinnen und brauchen oft mehrere Anläufe. Der grundlegende Projektcharakter ermöglicht es uns, sehr grundlagennahe Forschungsaktivitäten durchzuführen, von denen wir langfristig profitieren“, so MCL-Geschäftsführer Reinhold Ebner.
Auch das Polymer Competence Center Leoben (PCCL) ist als K1-Zentrum ein Vorzeigebeispiel für herausragende Forschungsleistungen. „Das PCCL ist mit seinen 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das führende österreichische Zentrum für kooperative Forschung im Bereich Kunststofftechnik und Polymerwissenschaften auf internationalem Spitzenniveau“, erläutert der wissenschaftliche Geschäftsführer Wolfgang Kern.

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