Neujahrsempfang
Leoben: Neues Wappen und viele neue Pläne
- Verleihung des Leobener Stadtwappens: Bürgermeister Kurt Wallner, Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer und Vizebürgermeister Maximilan Jäger.
- Foto: Freisinger
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LEOBEN. Der Vogel Strauß im roten Schild, der ein Hufeisen im Schnabel und eines mit dem rechten Fuß hält, ist das Motiv des Leobener Stadtwappens. Eine Urkunde vom 18. September 1298 ist der erste Hinweis auf ein von der Stadt Leoben verwendetes Siegel dieser Art. Allerdings wurde im Zuge von Archivrecherchen entdeckt, dass der Formalakt für das offizielle Führen des Wappens laut Gemeindeordnung fehlt.
Mit der Verleihung des Leobener Stadtwappens durch Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer an Bürgermeister Kurt Wallner im Rahmen des Neujahrsempfanges der Stadtgemeinde im Congress Leoben wurde diesem Formalakt jetzt entsprochen. Schickhofer: "Was den Rittern nicht gelungen ist, was die Landesfürsten nicht umgesetzt haben und was die Kaiser versäumt haben, das ist uns jetzt nach 721 Jahren gelungen. Jetzt darf die Stadt Leoben auch formal richtig ihr Stadtwappen führen."
Neues Veranstaltungszentrum
Über den Rückblick auf Projekte und Aktivitäten im Jahr 2018 hinaus gab Bürgermeister Kurt Wallner einen Ausblick über die im Jahr 2019 geplanten Projekte und Vorhaben in "seiner" Stadt.
Die Neugestaltung des Congresszentrums "Altes Rathaus" ist jetzt terminisiert. Der Baustart soll im Frühjahr 2020 erfolgen, die Fertigstellung ist für den Frühsommer 2021 geplant. Wallner: "Die Stadt Leoben wird zwischen fünf und sechs Millionen Euro investieren, um das ,Alte Rathaus‘ am Leobener Hauptplatz wieder in ein Kongress- und Veranstaltungszentrum zu verwandeln." Die denkmalgeschützte Fassade am Hauptplatz und die dahinter liegenden Räumlichkeiten werden erhalten, der Innenteil bis zum Hotel Kongress wird geschliffen. Es wird – dem Trend der Zeit entsprechend – dort auch keine Handelsflächen mehr geben. Kernstück des Umbaus wird ein Mehrzwecksaal sein, der mindestens 500 Personen Platz bietet.
Mit einem Investitionsaufwand von rund einer Million Euro wird die Tiefgarage am Hauptplatz von den Stadtwerken Leoben saniert und modernisiert, auch E-Tankstellen sind geplant.
Bildungszentrum, Bahntrasse und Brücke
Rechtzeitig zu Schulbeginn wird im Herbst 2019 das Bildungszentrum Innenstadt eröffnet. Die Generalsanierung und der Umbau erfordern einen Investitionsaufwand von 17 Millionen Euro. Ebenfalls im Herbst 2019 wird die dem Bildungszentrum angeschlossene Sporthalle eröffnet, für die rund fünf Millionen Euro aufgewendet werden.
Der erste Abschnitt des Rad- und Gehweges entlang der ehemalige Bahntrasse Hinterberg wird realisiert. Die Bahngleise wurden im Vorjahr entfernt, die Arbeiten für Asphaltierung, Geländer, Beleuchtung etc. beginnen im Frühjahr.
"In Folge ist beabsichtigt, im Rahmen des Projektes ,Naherholungsraum Mur‘ den gesamten Murraum von Hinterberg über Leitendorf, die Innenstadt, Judendorf, Lerchenfeld bis zur Proleber Siedlung als Geh- und Radweg aufzuschließen", sagte der Leobener Bürgermeister.
Im Spätsommer 2019 soll auch die Geh- und Radwegbrücke von der Proleber Siedlung nach Lerchenfeld fertiggestellt sein.
Eiszeit, Sommer Open-Air, Advent
In der Kunsthalle Leoben wird am 17. Mai die Ausstellung "Eiszeitsafari" eröffnet, die Wissenswertes und Spannendes über die letzte Eiszeit in Europa aus einer neuen Perspektive "erzählt".
Weil Radio Grün Weiß das Schlager-Open-Air heuer nach Knittelfeld verlagert hat, ergreift die Stadt Leoben selbst die Initiative und veranstaltet am 4. Juli auf dem Hauptplatz ein Sommer-Open-Air – bei freiem Eintritt. Stargast soll ein irischer Sänger und Komponist sein, der mehrmals den Eurovisions Song Contest gewonnen hat.
Eine Absage erteilte Bürgermeister Wallner den FPÖ-Plänen, das Weihnachtsdorf in den Stadtpark Am Glacis zu verlegen: "Die Adventstadt – zentral auf dem Hauptplatz – ist ein Publikumsmagnet, das soll auch so bleiben."
Dankesworte
Die vielen Investitionen der Stadt Leoben werden durch Bedarfszuweisungen des Landes Steiermark "abgefedert". Bürgermeister Kurt Wallner richtete den Dank an den Gemeindereferenten des Landes Steiermark Michael Schickhofer und Landesrat Anton Lang: "Vielen Dank meine Herren und bitte weiter so!"
Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Wolfgang Gaube!
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