29.08.2014, 15:52 Uhr

Urlaub einmal anders: Mit dem Traktor durch die Steiermark

ST. PETER-FREIENSTEIN. Oliver und Alexandra Bole, Erich Stückelschweiger, Reinhold Kozel sind mit ihren Kindern auf Abenteuerreise durch die Steiermark gegangen. Mit drei Traktoren aus dem 50er-Jahren und originellen Anhängern.
Alexandra Bole hat für die WOCHE die Urlaubsfahrt dokumentiert:

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1. TAG
Am 10. August 2014 um 8:15 Uhr begann unsere Reise mit dem Traktor ab St. Peter-Freienstein. Bei Familie Rainer wurde noch kurz angehalten, um ein wenig Vorrat (Würste …) zu besorgen. Weiter ging die Reise über St. Michael, Preg rauf auf das Gaberl (wo wir auch gleich unsere erste und einzige Panne hatten - Foto 47) und wo zu Mittag gegessen wurde. Weiter ging die Reise durch Maria Lankowitz nach Köflach, wo die erste Nacht verbracht wurde. (75,1 km)

2. TAG
Der Tag begann mit Sonnenschein. Es wurde gut gefrühstückt, dann ging die Fahrt weiter. In Bärnbach wurde im Einkaufszentrum noch geshopt. Dann ging es weiter in Richtung Voitsberg, Stainz, Groß St. Florian nach Gleinstätten. Wo wir am Badesee auf der Liegewiese campen durften, da der Campingplatz voll war. Natürlich sind wir dort auch baden gegangen. Sogar unser „Vota“, der Traktorfan Erich Stückelschweiger haute sich in die Fluten. Beweisfoto! Beim Zeltaufstellen mussten wir zu dritt unser Zelt halten, weil ein gewaltiger Wind ging. Es wurde trotz allem ein wunderschöner Abend. (57,2 km)

3. TAG
Nach dem Regen in der Nacht wurde es noch ein schöner Morgen. Es wurde gut gefrühstückt und zusammengeräumt. Wir sorgten für Aufsehen mit unseren Traktoren und Hängern. Was die Leute gleich scharenweise auf die Wiese lockte. Einige recht zögerlich am Rand, andere wieder tanzten zur Ziehharmonika-Musik von unserem Vota und Cedric. Fotos wurden gemacht. Viele Fragen… Nach einiger Zeit mussten wir trotzdem wieder unsere Reise fortsetzen. Weiter ging die Fahrt über Arnfels nach Leutschach. Von dort aus ging es dann weiter über das höchstgelegene Weingut „Moser“ (700 m) hinauf zum Schagerkogel (Mdart: Schogakogl) (ca. 850m). Dort bekamen wir noch Besuch von Reini Kozels Verwandtschaft. In der Nacht regnete es wieder mal Schusterbuben (dass sich sogar die Männer um 3 Uhr im Vorzelt trafen). (28,7 km)



4.TAG
Nach einer etwas kurzen Nacht wurde vor der Abfahrt noch ein kleiner Spaziergang gemacht. Wobei unser Vota nach 150 m schon ein kleines Nickerchen brauchte (Foto). Wir hatten auch fleißige Schwammerlsucher dabei, die auch reiche Beute ernteten. Bei unserer Abfahrt nach Leutschach gab es für Reini noch ein kleines Verwandtentreffen mit seiner Tante (Foto). Danach ging unsere Reise weiter von der wunderschönen Gegend. Nach einem kurzen Stopp nochmals bei Familie Moser ging es weiter nach Leutschach. Von Leutschach ging es weiter nach Gamlitz. Dort besuchten wir den Motorikpark. Danach ging es weiter zum Campingplatz. Wobei es beim Aufbau wie aus Kübeln gegossen hat. (23,6 km)

5.TAG
Nach dem Frühstück (das erste Mal wegen Regens im Wohnwagen), wurde sofort abgebaut, wobei es wieder mal wie aus Kübeln schüttete. Nachdem Oliver und Reini bis auf die Haut nass wurden ging unsere Reise weiter. Unsere Reise ging dann über Ehrenhausen, Vogau, zur Murfähre (wo wir nach Slowenien rüber gesehen haben), weiter nach Mureck, Stainz bei Straden, nach Bad Gleichenberg weiter nach Bairisch Kölldorf, wo wieder übernachtet wurde. Da haben wir auch die köstlichen Schwammerl verkocht. Einfach lecker. (56,9 km)

6. TAG
Weiter ging die Fahrt über Feldbach, nach Gleisdorf (Pizzeria DRIVE IN) weiter nach Preding, Weiz, durch die Weizklamm. in Richtung Brandlucken, Gasen rauf nach Straßegg zum „Stroßegger Wirt“(1.170 m). Dort wurde das einzige Mal in einem Bettenlager übernachtet. Am Abend machten unser Erich und Cedric noch Musik. (91 km)

7. TAG
Nach einer angenehmen Nacht ging unsere Reise langsam aber sicher dem Ende zu. Von Straßegg ging es weiter nach Breitenau, von St. Jakob aus ging es auf den Eibeggsattel von dort aus nach Allerheiligen, Mürzhofen zu unserer letzten Nachtstätte bei der Mostschenke „Wanderl“. Wo wir uns wie die Zigeuner aufstellten. Dort überraschten wir unseren VOTA Erich (den wir alle sehr in unser Herz geschlossen haben) eine Führerscheinurkunde und ein Billet. Unser kleines Dankeschön für einen tollen Urlaub viel, viel Spaß und eine Menge Eindrücke.



8. TAG
Nach unserem letzten gemeinsamen Frühstück fuhren wir weiter nach St. Marein (Treffpunkt des Oldtimertreffens). Von dort aus ging es im Konvoi nach Parschlug zum Oldietreffen der Familie Wurmerl. Unser Erich unterstützte die Musiker kräftig. Danach ging es auf die letzte gemeinsame Etappe. Über den Pogusch fuhren wir nach Turnau. Dort trennten sich unsere Wege. Vota Erich, Reini, Cedric, Angelique und Jacky fuhren weiter nach Mariazell über die Wildalpen, Eisenerz in Richtung Heimat (bis Dienstag 19. August 2014) waren sie unterwegs. Wir, Oliver, Alex, Armin, unser kleiner Oliver und Lucas Bole fuhren am Sonntag in Richtung Thörl über Etmißl, Tragöß Oberort über das Hiasleck (Matthiaskante) in die Heimat St. Peter-Freienstein. (Gemeinsame 385,3 km)

Unsere Reise war ein Traum. Die Landschaften konnte man vom Traktorsitz aus viel besser genießen als mit dem Auto. Uns Eltern war es auch wichtig, dass die Kinder mal sehen, dass es auch einen anderen Urlaub gibt. Es gab kein Fernsehen, keine elektronischen Spielzeuge usw. Den Kindern ist in dem Sinn auch nichts abgegangen und sie genossen ebenfalls den Urlaub. Wir wurden überall mit Freude, Freundlichkeit, Spaß und offenen Armen aufgenommen. Deshalb werden wir diesen Urlaub nur mit den besten Erinnerungen in uns behalten. Auch unter uns zehn Traktorreisenden war die Stimmung bestens. Es gab keine Streitereien, ganz im Gegenteil es wurde von aller Frühe bis zum Schlafen gehen nur gescherzt und gelacht. Ein Urlaub wie man sich in nur wünschen kann. Vor allem haben wir unserem Erich seinen größten Wunsch erfüllt. Denn seit 11 Jahren wünschte er sich diese Reise und für uns war es eine Ehre, mit ihm diesen Wunsch zu erleben.
Danke auch an Reini Kozel, der unser Koch und Frühstücksmacher war.
Danke für den schönen Urlaub. Es stehen auch schon wieder kleinere Fahrten am Plan.
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