08.06.2017, 13:57 Uhr

Wohnraum für die Zukunft

Bernd Kohlbacher, Architektin Andrea Röthl, Bürgermeister Kurt Wallner und Stadtbaudirektor Heimo Berghold (v.l.).

Neue Baupläne für Lerchenfeld schaffen nicht nur Wohnraum, sondern sorgen auch für eine verbesserte Infrastruktur.

LEOBEN. Durch die geplante Schaffung eines neuen Wohnraumes auf den ehemaligen Kasernengründen in Leoben-Lerchenfeld soll es ab 2019 zu einer Aufwertung des gesamten Stadtteiles kommen. Der Beschluss dazu soll noch dieses Jahr im September bei einer Gemeinderatssitzung erfolgen. „Speziell für junge Familien soll dieses zeitgemäße Wohnen attraktiv sein“, sagt Bürgermeister Kurt Wallner über das Bauprojekt. So wird es zusätzlich zu den großzügigen Grünflächen in den Innenhöfen der Wohnanlagen auch genügend Spielflächen für Kleinkinder, sowie eine Freifläche für Jugendliche geben. Den zentralen Punkt des neuen Wohnraumes stellt der sogenannte „Europaplatz“ dar, der als „Kernzone“ dienen und daher als lebendiger, öffentlicher Treffpunkt genutzt werden soll.

Wohneinheiten

Insgesamt soll „das neue Baufeld im Süden um 40 Reihenhäuser ergänzt werden, im Bereich zur Kärntnerstraße sollen in drei Wohnquartieren rund 280 neue Wohnungen entstehen“, so Bernd Kohlbacher von der Kohlbacher GmbH, die das Bauprojekt umsetzen wird. Durch die Änderung des Bebauungsplanes „Europa City“ sollen dabei anstatt der zuvor vorgesehenen siebengeschossigen Bauten nur noch maximal dreigeschossige Reihenhäuser entstehen. Die neuen Wohneinheiten werden dabei Größen von 40 m2 bis 90 m2 haben. Außerdem werden den Bewohnern 280 Tiefgaragenplätze und weitere Parkmöglichkeiten im offenen Raum zur Verfügung stehen. Durch die aufgelöste Blockstruktur der Bauten soll ein lärmfreies Wohnen ermöglicht werden, da so der Verkehrslärm sowohl von der Autobahn als auch von der vielbefahrenen Kärntnerstraße abgeschirmt wird. Der Start für das Projekt soll 2019 mit dem Bau der „Kernzone“ erfolgen und zwischen fünf und acht Jahre, aufgegliedert in einzelne Bauabschnitte, dauern.

Mehrwert

Zusätzlich zur Schaffung des neuen Wohnraumes, werden auch weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur des Stadtteiles Lerchenfeld getroffen. So wird es auf den ehemaligen Kasernengründen einen Nahversorger, sowie verschiedene Handels- und Dienstleistungsbetriebe geben. Außerdem soll die geplante Fußgänger-und Radfahrerbrücke zwischen Lerchenfeld und der Proleber Siedlung den Bewohnerinnen und Bewohnern des anderen Murufers eine Anbindung an die neuen Einrichtungen ermöglichen. Auch der Plan für eine S-Bahn-Haltestelle in Leoben-Lerchenfeld, die sich auf der verlängerten Achse dieser Brücke befinden soll, ist bereits in Prüfung. Dadurch sollen nicht nur für den Individualverkehr, sondern auch für den öffentlichen Verkehr hochwertige Verkehrsanbindungen geschaffen werden.

Weiter Informationen

Für alle Anrainerinnen und Anrainer des Siedlungsgebietes wird es am 27. Juni eine Informationsveranstaltung geben. Dabei wird den Bewohnerinnen und Bewohnern die Möglichkeit gegeben, bestehende Fragen zu stellen und mit den Verantwortlichen über das Bauprojekt zu diskutieren.
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