Wiener Märkte
Bio-Hype am Karmelitermarkt

Der Bauernmarkt am Freitag und Samstag bietet Biologisch-Regionales und kaum konventionelle Produkte.
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  • Der Bauernmarkt am Freitag und Samstag bietet Biologisch-Regionales und kaum konventionelle Produkte.
  • hochgeladen von Wolfgang Unger

Karmelitermarkt: Zahlreiche Menschen kommen freitags und samstags zum Bauernmarkt. Wochentags sieht dies anders aus.

LEOPOLDSTADT. Seit 1910 befindet sich der Kamelitermarkt am heutigen Standort und wird von Leopoldsgasse, Haidgasse, Krummbaumgasse und Im Werd begrenzt. Verkehrstechnisch ist die Lage günstig – U-Bahnanbindung, öffentliche Busse und Radwege. Parkplätze hingegen sind, wie in den meisten Teilen des 2. Bezirks, Mangelware.

Was sich andere Märkte Wiens wünschen würden, hat sich hier auf einer Fläche von über 6.000 Quadratmetern bereits seit einigen Jahren etabliert. Besucher mit hoher Kaufkraft bevölkern den am Freitag und Samstag stattfindenden Bauernmarkt.

Hipper Bauernmarkt

Er ist einer der hippsten Märkte in Wien, mit teils beachtlich hohen Preisen. Bio und regional Die Bioprodukte der Regionalbauern lassen keine Wünsche offen – Fleisch, Backwaren, Gemüse, Obst und auch so manch exotisches Warenangebot geht hier über den Ladentisch.

Der ganze Markt duftet nach frischen Lebensmitteln und wer bis jetzt nicht hungrig war bekommt zumindest einen Gusto auf die Gerichte der Gastronomielokale. Man bemüht sich sichtlich, die Besucher auf kulinarischer Ebene zu verwöhnen, was einen Gastronomieanteil von neun Lokalen zur Folge hat.

Die insgesamt 86 Stände, davon 59 mobile und 27 fixe, offerieren wenig konventionelle Produkte. Biologisch-Regionales macht den Hauptanteil aus und ist für die doch relativ hohen Preise verantwortlich, die mehr als ein Drittel über den im Supermarkt angebotenen Waren liegen, Tendenz steigend.

Schwindender Umsatz

Ein ganz anderes Bild zeichnet der Markt an den übrigen Wochentagen ab, denn müssen sich die ansässigen Händler mit geringerem Umsatz zufrieden geben. Etwa kämpft der seit mehr als 35 Jahren ansässige Blumenladen ums Überleben.

„Wenn sich die Situation weiter so verhält, muss ich mein Geschäft in zwei Jahren schließen“, beklagt der Betreiber. Verantwortlich für schwindenden Umsatz seien fehlende Parkplätze und dass Sträußchen in den umliegenden Supermärkten günstiger sind.

Die Marktbesucher hingegen zeigen sich großteils zufrieden. „Aber wir würden uns über mehr Spielfläche für Kinder, längere Öffnungszeiten und einige Sitzgelegenheiten für ältere Menschen freuen“, so ein Besucher.

TU Wien: Projekt Integrales Kommunikationsdesign

Architekturstudenten der TU Wien recherchierten zum Projekt Integrales Kommunikationsdesign. Die ausführende Dozenten sind Enrico Bravi, Sophie Dvorak, Florian Gruber, Stefan Lechleitner, Otto Mittmannsgruber und Tobias Schererbauer. Der Artikel basiert auf diesen Recherchen.

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