Ostermontag, 20.15 Uhr
Servus-TV-Dokumentation über die Ramsauer Legende "Steiner Irg"

Die Brüder Franz und Georg „Irg“ Steiner unmittelbar nach der Erstdurchsteigung der Dachstein-Südwand
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  • Die Brüder Franz und Georg „Irg“ Steiner unmittelbar nach der Erstdurchsteigung der Dachstein-Südwand
  • Foto: ServusTV
  • hochgeladen von Christoph Schneeberger

In der 60-minütigen Spieldokumentation „Rebellen der Berge – Wilderer“ erkundet am Ostermontag der Ramsauer Heli Strasser auf den Spuren des legendären "Steiner Irg" den Mythos vom Wilderer als Rebell der Alpen.

Wilderergeschichten gehören zur DNA des Alpenraums. Zahllose Heimatfilme und Romane zeichnen den Wilderer gerne als schneidigen Bauernburschen, der mit dem Jäger Katz und Maus spielt, oft auch mit Unterstützung der Sennerinnen. Einer der legendärsten Wilderer des Landes ist jetzt Teil einer großen Servus-TV-Spieldoku, die sich mit dem Mythos des Wilderers beschäftigt: Der „Steiner Irg“. Der Ramsauer Tausendsassa Helmut Strasser begibt sich für die Doku auf die Spuren jenes Mannes, der gemeinsam mit seinem Bruder Franz im Jahr 1909 für eine alpinistische Sensation gesorgt hat, als die beiden als erste Menschen die für unbezwingbar gehaltene Dachstein-Südwand durchstiegen.

Bei den Nachbarn "bedient"

Sein Klettertalent nutzte Georg „Irg“ Steiner auch als Wilderer. Besonders in den Notzeiten nach dem ersten Weltkrieg machte er – wie auch Dutzende andere Wilderer – das Dachsteingebiet unsicher. Doch den einheimischen Ramsauern die Gämsen wegzuschießen, das wäre dem Naturburschen nicht eingefallen. Er bediente sich lieber in den ehemaligen kaiserlichen Jagdgebieten auf der anderen Seite des Berges – die dazu allerdings erst über die Hunerscharte überwunden werden musste, wie Heli Strasser sagt: „Das war für die damalige Zeit eine extreme Risikopartie, weil sie ohne Seil gegangen sind und ein Absturz meist tödlich war. Deshalb waren sie auch die tollkühnen Burschen, die dann den Mädels gefallen."

Gefängnisausbruch für eine Jause

Dass der Steiner Irg selbst für manches Husarenstück gut war, wenn er doch einmal als Wilderer erwischt wurde, daran erinnert sich sein Neffe Willi Steiner: „Eines Nachts hat er die Gitterstäbe mit seiner Bärenkraft auseinander gebogen und ausgebüxt. Bei einer Freundin in der Ramsau hat er erstmals ein Muas bekommen und ein Jausenpackl mit Speck und Käse. Dann ist er wieder zurück ins Gefängnis und  hat die Stäbe wieder zurückgebogen.“ Es sind Geschcihten wie diese, die den Mythos vom Wilderer als Rebell der Alpen bis heute lebendig erhalten.

Bergwelten Spezial: „Rebellen der Berge – Wilderer“
Montag, 13.4.2020
20.15 Uhr, Servus TV

Die Brüder Franz und Georg „Irg“ Steiner unmittelbar nach der Erstdurchsteigung der Dachstein-Südwand
Helmut Strasser als Interviewpartner im Film

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