Klimaschutz
Drei Gemeinden lassen jetzt Bürger:innen zu Wort kommen

Diskutierten über Bürger:innenbeteiligung und Blackout-Vorsorge: Ernst Trummer (E-Werk Gröbming), Natalie Prüggler (Klar! Zukunftsregion Ennstal), Martin Greiner (Landentwicklung-Steiermark), Bgm. Hannes Huber (Michaelerberg-Pruggern), Sandra Höbel (Landentwicklung-Steiermark), Bgm. Franz Zach (Öblarn), Vbgm. Karl Brandner (Sölk) und Anna Schaunitzer (Zivilschutzverband Steiermark) | Foto: Schneeberger
4Bilder
  • Diskutierten über Bürger:innenbeteiligung und Blackout-Vorsorge: Ernst Trummer (E-Werk Gröbming), Natalie Prüggler (Klar! Zukunftsregion Ennstal), Martin Greiner (Landentwicklung-Steiermark), Bgm. Hannes Huber (Michaelerberg-Pruggern), Sandra Höbel (Landentwicklung-Steiermark), Bgm. Franz Zach (Öblarn), Vbgm. Karl Brandner (Sölk) und Anna Schaunitzer (Zivilschutzverband Steiermark)
  • Foto: Schneeberger
  • hochgeladen von Christoph Schneeberger

Die Gemeinden Michaelerberg-Pruggern, Öblarn und Sölk führen einen Bürger:innenbeteiligungsprozess zu den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit durch. Im Pruggerer Dorfsaal fand die Auftaktveranstaltung mit Blackout-Vorträgen von Anna Schaunitzer und Ernst Trummer statt.

MICHAELERBERG-PRUGGERN. Mit dem Programm der "Lokalen Agenda 21" wird Gemeinden der Handlungsauftrag erteilt, gemeinsam mit der Bevölkerung einen Beteiligungsprozess für die Zukunft zu gestalten. Dabei werden die Bürger:innen als gleichwertige Verhandlungspartner beim Dialog innerhalb der Gemeinde gesehen.

Ernst Trummer, Geschäftsführer vom E-Werk Gröbming, stellte den Blackout-Präventionsplan seiner Firma vor. | Foto: Schneeberger
  • Ernst Trummer, Geschäftsführer vom E-Werk Gröbming, stellte den Blackout-Präventionsplan seiner Firma vor.
  • Foto: Schneeberger
  • hochgeladen von Christoph Schneeberger

Im Rahmen dieses Projektes, unterstützt vom Land Steiermark und der Europäischen Union, führen die Gemeinden Michaelerberg-Pruggern, Öblarn und Sölk einen Beteiligungsprozess zu den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit durch. In den kommenden Monaten sind diesbezüglich mehrere Veranstaltungen in diesen Gemeinden geplant, wobei die Einbindung der Bevölkerung einen wesentlichen Teil einnimmt.
Im Zentrum stehen dabei die Entwicklung von Strategien für eine „klimafreundliche Gemeinde“, Maßnahmen zur Energieverbrauchsreduktion und Bewusstseinsbildung.

Naturkatastrophen schweißen zusammen

Warum sich die drei Gemeinden an diesem Projekt beteiligen, das von der Landentwicklung Steiermark abgewickelt wird, erklärt Hannes Huber, Bürgermeister der Gemeinde Michaelerberg-Pruggern. "Die Ausgangslage war, dass unsere Gemeinden durch Unwetterereignisse sensibilisiert worden sind. Wir wollen daher die Bevölkerung erreichen, die Ideen der Bürger abfragen und sie mitgestalten lassen."

Die Zuhörer im Dorfsaal Pruggern lauschten gespannt den Ausführungen der Vortragenden. | Foto: Schneeberger
  • Die Zuhörer im Dorfsaal Pruggern lauschten gespannt den Ausführungen der Vortragenden.
  • Foto: Schneeberger
  • hochgeladen von Christoph Schneeberger

Natalie Prüggler von der "Klar! Zukunftsregion Ennstal", die Modelle zur Anpassung des Klimawandels ausarbeitet, meint: "Wenn wir jetzt keine Maßnahmen ergreifen, ist es zu spät. Schließlich wollen wir den hohen Lebensstandard im Ennstal erhalten."
Der Sölker Vizebürgermeister Karl Brandner sieht das ähnlich: "In den letzten Jahren haben Starkniederschläge enorme Schäden im Sölktal hinterlassen. Man ist fast ohnmächtig dabei, kann nur zusehen, aber nicht einschreiten. Wir mussten Menschen evakuieren – und da hat glaube ich jeder begriffen, es muss etwas passieren."

Jeder kann etwas bewirken

Warum die drei Gemeinden ihre Bürger:innen bei diesen Themen zu Wort kommen lassen, erklärte der Öblarner Ortschef Franz Zach. "Oftmals gibt es immer noch das Denken, die Politik macht das schon oder jemand anderer. Die Leute sollen umdenken, denn auch ‚der kleine Mann oder die kleine Frau‘ können etwas bewirken."

Knapp an Blackout vorbeigeschrammt

Als letzter Programmpunkt standen Blackout-Vorträge von Anna Schaunitzer und Ernst Trummer an der Tagesordnung. Schaunitzer (Zivilschutzverband) machte gleich zu Beginn auf die reale Gefahr eines längerfristigen und überregionalen Stromausfalls aufmerksam. "Wir sind schon oft knapp an Ausfällen vorbeigeschrammt."

Anna Schaunitzer ist Leiterin der Region Obersteiermark West des Zivilschutzverbandes. Sie betonte, dass es nur eine Frage der Zeit sei, wann ein Blackout unsere Infrastruktur lahmlege. | Foto: Schneeberger
  • Anna Schaunitzer ist Leiterin der Region Obersteiermark West des Zivilschutzverbandes. Sie betonte, dass es nur eine Frage der Zeit sei, wann ein Blackout unsere Infrastruktur lahmlege.
  • Foto: Schneeberger
  • hochgeladen von Christoph Schneeberger

Extremwetterereignisse oder Hackerangriffe gelten als größte Bedrohung. Als Beispiel nannte sie einen Eisregen in Slowenien, der 2014 dazu führte, dass das ganze Land eine Woche lang ohne Strom war. Ähnlich schlimm erwischte es Argentinien 2019, dort hatten 45 Millionen Einwohner neun Stunden keinen Strom. Ihr Fazit: "Es stellt sich nicht die Frage, ob ein Blackout passiert, sondern wann!"

Verheerende Auswirkungen

Ernst Trummer vom E-Werk Gröbming schilderte Maßnahmen zur Blackout-Prävention aus der Sicht seines Unternehmens. Das E-Werk wurde im August 2017 erstmals mit diesem Thema konfrontiert. "Sintflutartige Niederschläge mit Wolkentürmen von 14 Kilometern Höhe (!) haben sich über Sölk, Öblarn und Donnersbach entladen. Das Großsölktal war zehn Tage lang ohne Strom."

"Erstaunlicht schlecht vorbereitet"

Allgemein betont er, sei Österreich "erstaunlich schlecht" auf ein Blackout vorbereitet. Das E-Werk Gröbming produziere bereits dreimal mehr Strom wie benötigt werde. Der Grund dafür? "Weil sich Österreich nicht mit Strom versorgen kann", erklärt Trummer und fügt an: "Österreich importiert heuer 18 Prozent aus dem Ausland und das ist luprenreiner Atomstrom."
Abschließend hält er fest: "Wenn ein Blackout nur einen Tag dauert, wird es wahrscheinlich zehn Tage bis zur völligen Wiederherstellung brauchen." Gut, dass zumindest das E-Werk Gröbming einen Notfallplan in der Schublade hat.

Das könnte dich auch interessieren:

Was tun, wenn der Strom weg ist?
Diskutierten über Bürger:innenbeteiligung und Blackout-Vorsorge: Ernst Trummer (E-Werk Gröbming), Natalie Prüggler (Klar! Zukunftsregion Ennstal), Martin Greiner (Landentwicklung-Steiermark), Bgm. Hannes Huber (Michaelerberg-Pruggern), Sandra Höbel (Landentwicklung-Steiermark), Bgm. Franz Zach (Öblarn), Vbgm. Karl Brandner (Sölk) und Anna Schaunitzer (Zivilschutzverband Steiermark) | Foto: Schneeberger
Die Zuhörer im Dorfsaal Pruggern lauschten gespannt den Ausführungen der Vortragenden. | Foto: Schneeberger
Ernst Trummer, Geschäftsführer vom E-Werk Gröbming, stellte den Blackout-Präventionsplan seiner Firma vor. | Foto: Schneeberger
Anna Schaunitzer ist Leiterin der Region Obersteiermark West des Zivilschutzverbandes. Sie betonte, dass es nur eine Frage der Zeit sei, wann ein Blackout unsere Infrastruktur lahmlege. | Foto: Schneeberger
0:46
0:46

Jetzt teilnehmen!
Regionale Kundenbindung stärken und Wettbewerbsvorteil gewinnen

Viele Unternehmen investieren viel Zeit und Geld in die Gewinnung neuer Kundinnen und Kunden. Dabei wird oft übersehen, wie viel Potenzial bereits in der bestehenden Stammkundschaft steckt. Wer regelmäßig gekauft hat, kommt meist auch gerne wieder. Vorausgesetzt, der Kontakt bleibt bestehen. STEIERMARK. Genau hier setzt die MeinBezirk App an. Sie unterstützt regionale Betriebe dabei, mit ihrer Kundschaft in Verbindung zu bleiben und gleichzeitig neue Interessierte aus der Umgebung zu erreichen....

Anzeige

Urlaub daheim in deiner Region
Das bietet der obersteirische Sommer im Jahr 2026

Abenteuer, Natur und Genuss: Unsere Region bietet unvergessliche Sommererlebnisse für die ganze Familie. Von DiscGolf und Erlebniswegen bis zum unvergesslichen Shoppingvergnügen – hier ist für jeden etwas dabei. OBERSTEIERMARK. Die Obersteiermark begeistert im Sommer mit einer einzigartigen Mischung aus Natur, Abenteuer und Genuss. Familien erleben am Kreischberg beim DiscGolf Park auf 1.800 Metern Seehöhe Spiel und Spaß mitten im Bergwald, während die GrebenzenHöhen mit Erlebniswegen,...

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Anzeige
Ihr habt eine Auszeit nötig? Dann haben wir ein ganz spezielles Gewinnspiel für euch. | Foto: Streamhouse
3

Streamhouse Gaming-Urlaub
2 x 1 Gaming-Wochenende in Bad Großpertholz für 5 Personen gewinnen!

Hin und wieder braucht es eine kleine Auszeit von der Arbeit, den Verpflichtungen und Familie, in der man sich mit seinen Freunden eine schöne Zeit macht. Mit unserem neuen Gewinnspiel geben wir euch die Möglichkeit endlich wieder einmal gemeinsam Spaß zu haben und bis tief in die Nacht zu zocken. Gemeinsam mit Streamhouse, Österreichs erstem Hotel für Gamer, verlosen wir 2 Gutscheine für eine unvergessliche Zeit mit Freunden und Freundinnen. Ausgestattet mit modernen Gaming-Bereichen,...

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.