Landwirtinnen aus der Region
So vielfältig gestalten Bäuerinnen die Landwirtschaft im Bezirk
- Während der "Woche der Landwirtschaft" stehen heuer die Leistungen der Bäuerinnen im Bezirk Liezen im Mittelpunkt.
- Foto: LK Stmk/Pichler
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Die Leistungen der Bäuerinnen im Bezirk Liezen sichtbar machen und in den Mittelpunkt rücken – dafür steht die heurige Woche der Landwirtschaft. Wie vielfältig die Leistungen sind, präsentierten die regionalen Bäuerinnen selbst.
MITTERBERG. Die UNO hat 2026 zum internationalen Jahr der Bäuerinnen erklärt. Bildung, Beratung, Digitalisierung, KI und neue Kooperationen eröffnen Chancen und Möglichkeiten, aktiv die Höfe zu gestalten – gerade für Bäuerinnen. Junge Bäuerinnen sind offen für neue Möglichkeiten und nutzen diese auch ganz gezielt für ihre zukünftige Arbeit in ihren Betrieben.
- Bei der Hofbesichtigung am Pferdeerlebnis Maderebner am Mitterberg machten sich die anderen Bäuerinnen sowie Funktionärinnen und Funktionäre der Landwirtschaftskammer ein Bild vom Betrieb.
- Foto: LK Stmk/Pichler
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"Bäuerinnen leisten einen unverzichtbaren Beitrag. Ohne Frauen wäre Landwirtschaft nicht denkbar. Bäuerinnen sichern mit ihrer Arbeit täglich nicht nur unsere Lebensmittelversorgung, stärken unsere regionale Wertschöpfung, sondern tragen auch wesentlich zu einer nachhaltigen Entwicklung bei", wird seitens Landwirtschaftskammer betont.
Herausforderungen werden angesprochen
Gleichzeitig sollen auch Herausforderungen benannt und Verbesserungen angestoßen werden. Frauen in der Landwirtschaft müssen gestärkt werden und sich noch mehr vernetzen. Dies betreffe laut Landwirtschaftskammer vor allem Fragen rund um die eigene Pension, im Scheidungsfall oder im Bereich Quereinstieg beziehungsweise Hofübernahme.
- Eines von vielen Angeboten der regionalen Bäuerinnen: "Urlaub am Bauernhof" (Symbolbild)
- Foto: UaB OÖ/Alexander Kaiser
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Seit mehr als 50 Jahren erhalten die Frauen auf den Höfen Unterstützung von der Bäuerinnenorganisation. Die Bäuerinnenorganisation Steiermark ist das größte Frauennetzwerk des Bundeslandes: Rund 30.000 Bäuerinnen und Frauen aus dem ländlichen Raum engagieren sich auf Landes-, Bezirks- und Gemeindeebene für ihr landwirtschaftliches Unternehmertum sowie für Mensch und Natur mit unterschiedlichen Projekten und gezielter Öffentlichkeitsarbeit. Spezifische Aus- und Weiterbildungsangebote unterstützen und fördern Bäuerinnen in der Umsetzung ihrer beruflichen und persönlichen Ziele.
"Selbstbewusste Bäuerinnen bedeuten starke Betriebe, lebenswerte Regionen und ein sicheres Leben. In der heurigen Woche der Landwirtschaft möchten wir einige Bäuerinnen vor den Vorhang holen, die aktiv und innovativ ihre Höfe gestalten", heißt es seitens der Landwirtschaftskammer.
Landwirtinnen aus dem Bezirk
Katharina Maderebner aus Mitterberg-Sankt Martin hat ihren Pferdehof neu errichtet und zu einem vielseitigen Betrieb weiterentwickelt. Mit "Schule am Bauernhof" und einem Green-Care-Angebot im Bereich tiergestützter Intervention schafft sie mit viel Engagement und Herzblut Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Damit eröffnet sie neue Zugänge zur Landwirtschaft und zeigt deren gesellschaftliche Bedeutung. Zusätzlich bietet sie noch Urlaub am Bauernhof auf ihrem im Ort verpachteten Betrieb an, der weiterhin Milchvieh- und Schafhaltung bietet.
- Foto: LK Stmk/Pichler
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Barbara Mayer, Vizebürgermeisterin der Marktgemeinde Haus im Ennstal, bewirtschaftet gemeinsam mit ihrem Mann seit 1997 einen biologischen Milchviehbetrieb mit "Urlaub am Bauernhof". Als Quereinsteigerin verbindet sie landwirtschaftliches Unternehmertum mit ehrenamtlichem Engagement. Als Bezirkskammerrätin setzt sie sich für die Interessen der Land- und Forstwirtschaft ein, als Obfrau von "Urlaub am Bauernhof" engagiert sie sich für die Weiterentwicklung des Angebots im Bezirk Liezen.
Unterschiedliche Wege zum Erfolg
Nach ihrem Studium der Internationalen Forstwirtschaft in Berlin führte der Weg von Sabine Giselbrecht, die ursprünglich aus Bayern stammt, der Liebe wegen ins Ennstal. Gemeinsam mit ihrem Mann bewirtschaftet sie heute einen Milchviehbetrieb, den sie durch "Urlaub am Bauernhof" erfolgreich erweitert hat. Als Seminarbäuerin und "Schule am Bauernhof"-Bäuerin vermittelt sie Wissen über Landwirtschaft und heimische Lebensmittel. Gleichzeitig bringt sie ihre forstwirtschaftliche Ausbildung in den eigenen Betrieb ein und verbindet Fachwissen mit gelebter Praxis.
Gemeinsam mit ihrem Mann führt Daniela Schaunitzer einen Milchviehbetrieb in Lassing. Um ihren erlernten Beruf als Schneiderin weiter ausüben zu können, verlegte sie ihre Werkstatt direkt auf den Hof. Als "Hofschneiderin" verbindet sie Handwerk und Landwirtschaft. Darüber hinaus engagiert sie sich als Gemeindebäuerin für ein starkes Netzwerk der Frauen im ländlichen Raum und gestaltet die Zukunft der Bäuerinnen in ihrer Gemeinde aktiv mit.
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