E-Sports ist auch im Ennstal angesagt

Auch die Mitglieder des Ennstaler E-Sport-Vereins müssen derzeit zuhause spielen.
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  • hochgeladen von Christoph Schneeberger

Kreuzworträtsel lösen, "Mensch ärgere Dich nicht" spielen oder digitale Games zocken – die Corona-Krise schweißt enger zusammen.

Der E-Sport hat schon in den "vor-coronalen" Zeiten zu einem globalen Höhenflug angesetzt. In Europa werden zirka 22 Millionen Spieler dem elektronischen Sport zugeordnet, in Asien sind die Zahlen bedeutend höher. In Zeiten wie diesen kann von einem markanten Anstieg ausgegangen werden.
Im Ennstal hat sich der Verein E-Sport-Ennstal formiert. Obmann Christian Leitner beleuchtet die Hintergründe. "Der Verein wurde 2015 von meinem Vorgänger gegründet, mit dem Hintergedanken die ,Nerds' oder ,Stubenhocker' aus den dunklen Zimmern zu locken und sich im realen Leben zu treffen und dort gemeinsam auszutauschen."

Klischees beseitigen

Dass die Szene mit Vorurteilen konfrontiert ist, ist für Leitner nichts Neues. Trotzdem möchte er Außenstehenden mit auf den Weg geben, dass es sich hier nur um ein Hobby handelt und nichts über den Menschen dahinter aussagt. "Wir pflegen den Gedanken – nach wie vor – dass es immer wichtiger ist, dieses Klischee des überspitzt formuliert „faulen, stinkenden, nicht sozialisierten" Spielers zu beseitigen und aufzuzeigen, dass wir alles normale Menschen sind aber eben mit verschiedenen Interessen."
Das größte Ziel und Vorhaben des Vereins ist die XeisLAN (Veranstaltung über drei Tage). Sollten sich die Dinge bis dahin wieder normalisiert haben, findet das Event von 4. bis 6. September im Volkshaus Admont statt. "Aber nicht nur das, wir wollen auch mit Brettspiel-Nachmittagen oder mit gemeinschaftlichen Ausflügen – zum Beispiel Besuch anderer LAN-Partys – unseren Verein nach vorne bringen", berichtet der Obmann.

Regelmäßige Treffen

Die Mitglieder des Vereins treffen sich normalerweise im Cafe Taunt in Liezen. Dort haben sie Zugang zu zehn bestens ausgestatteten Gaming-PCs sowie verschiedenen Konsolen und Spielen. "Hier treffen wir uns fast jedes Wochenende und des Öfteren auch unter der Woche am Abend", schildert Christian Leitner und fügt weiter an: "Klar geht es hier auch mal richtig zur Sache, doch nach Ende der spannenden Phase kann man gleich darauf gemütlich Fehlentscheidungen oder strategisch gute Spielzüge besprechen."
Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen ist das gemeinsame Spielen natürlich derzeit nicht möglich.
"Momentan sind wir auf unseren Sprachplattformen unterwegs um uns austauschen zu können. Somit sind wir zwar nicht im realen Leben in einer Gruppe beisammen, aber über das Internet trotzdem vernetzt."

Kein klassischer E-Sport

Für die E-Sport-Szene sei es außerhalb einer großen Stadt schwierig, erklärt Leitner. Da es ein bis zwei Hotspots in Österreich gebe, die diesen Markt für sich behalten wollen. "Wir hatten die Möglichkeit mit ambitionierten, jungen Spielern ein richtiges Team aufzubauen, welches mit Verträgen von Firmen unterstützt worden wäre. Aufgrund der weiten Entfernung zu den großen Destinationen und Veranstaltungen waren leider unsere Versuche vergebens und wir begriffen sehr schnell, dass wir hier im Ennstal und Umgebung wohl eher etwas anderes brauchen. Wir brauchen hier nicht ,den' E-Sport, den wir nun in den Medien erleben und der momentan einen Aufwind erfährt, sondern wir benötigen etwas für die ,normalen' Spieler. Und genau da bewegen wir uns in die richtige Richtung." Das zeigt auch die jährliche XeisLAN, die genau das verkörpert – gemütliche, entspannte Atmosphäre gepaart mit hitzigen Duellen, wobei der Spaß nie zu kurz kommt.

Auch die Mitglieder des Ennstaler E-Sport-Vereins müssen derzeit zuhause spielen.

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