Super Bowl: Amerikas inoffizieller Feiertag

Im Dress der Graz Giants durfte Klaus Geier unter anderem 2008 den Titel in der österreichischen Liga bejubeln.
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  • Im Dress der Graz Giants durfte Klaus Geier unter anderem 2008 den Titel in der österreichischen Liga bejubeln.
  • Foto: GEPA/David Rodriguez Anchuelo
  • hochgeladen von Christoph Schneeberger

Der erste Montag im Februar ist statistisch gesehen jener Tag, an dem es Jahr für Jahr die meisten Krankmeldungen gibt – zumindest in den USA. Kein Wunder, steht doch am Vortag der Super Bowl, das Finale der Football-Liga (NFL), am Programm. Das größte Einzelsport-Ereignis der Welt elektrisiert aber nicht nur in den Vereinigten Staaten die Menschen.
Für Klaus Geier, ehemaliger Spieler der Graz Giants, ist auch im Bezirk Liezen eine Entwicklung spürbar. "Ich kann mir schon vorstellen, dass es bald ein Team geben wird. Österreichweit werden es auch immer mehr Mannschaften".

Vier Jahre am College

Ausgebildet bei den Giants in Graz – dort spielte Klaus Geier auch am Ende seiner Laufbahn – wurde er als Wide Receiver eingesetzt. 2007 bekam er die Möglichkeit, an das "College of the Siskiyous" im Norden Kaliforniens zu wechseln. "Dort gab es einige schnellere Spieler, daher wurde ich zum Tight End umfunktioniert und musste erstmals auch Spieler blocken", erinnert sich der heute 33-jährige Tauplitzer.
Nachdem er im zweiten College-Jahr eine Vielzahl an starken Spielen abgeliefert hatte, wurden einige Colleges auf Geier aufmerksam. "Das Engagement bei einem Division-I-College (höchster Status) hat wegen bürokratischer Hürden nicht geklappt. Die College-Regeln sind in Amerika ziemlich streng", betont der 1,96 Meter-Hüne, der trotzdem nicht aufgab. "Mein Ziel war es, zumindest in den Practice Squad (erweiterter Kader) eines NFL-Teams zu kommen, daher war ich auch dazu bereit, auf ein Division-II-College zu gehen." Als Klaus Geier aber im vierten und letzten Jahr seines USA-Aufenthaltes nie eine Spielgenehmigung erhielt, entschied er sich für die Rückkehr nach Österreich.

Vorbild Gronkowski

Der Offensivspieler ist ein Fan von Rob Gronkowski. Beide bekleiden die Position des Tight Ends und hatten auch in der Vergangenheit einige Gemeinsamkeiten. "Wir hatten beide einen Bandscheibenvorfall. Ich habe mich dann oft informiert, was er macht, um wieder fit zu werden. Allgemein imponiert mir, wie er nach so vielen Verletzungen immer wieder zurückkommt", so Geier.
Ob Gronkowski beim Super Bowl überhaupt dabei sein kann, steht noch in den Sternen. Der Superstar hat beim letzten Spiel eine Gehirnerschütterung erlitten und zittert um das Endspiel. In der Nacht vom 4. auf den 5. Februar treffen seine New England Patriots auf die Philadelphia Eagles.

Adler fliegen höher

Klaus Geier tippt auf Philadelphia: "Ich sage, die Eagles gewinnen. Sie haben eine extrem gute Defensive-Line und werden Quarterback Tom Brady dauerhaft unter Druck setzen. Außerdem ist ihre O-Line die beste der Liga und obwohl Nick Foles der Ersatz-Quarterback ist, ist er trotzdem ein guter Spielmacher".
Wer den Super Bowl nicht verpassen will, sollte sich am besten am Montag frei nehmen. In Österreich ist die Toleranzgrenze in Sachen Football nämlich nicht ganz so hoch wie in den USA.

Im Dress der Graz Giants durfte Klaus Geier unter anderem 2008 den Titel in der österreichischen Liga bejubeln.
Klaus Geier ist in Tauplitz geboren und lebt jetzt in Graz.

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