14.11.2016, 11:53 Uhr

Vandalismus im Nationalpark

Seit dem Jahr 2013 läuft im Nationalpark Gesäuse ein Forschungsprojekt in Kooperation der Universitäten Graz und Bodenkultur in Wien.
Ein Teil der Auswertungen muss nun verworfen werden - Messeinrichtungen wurden durch Unbekannte entfernt.

Den Unis sind so Daten verloren gegangen, die für den Gesamtvergleich wichtig sind. Die „Geschiebeanlage“ misst oberhalb der Mündung des Johnsbaches in die Enns laufend die Gesamtmenge des vom Bach transportierten Materials. Ziel des Projektes ist es, mehr über die Zusammenhänge zwischen Verwitterung von Fels und Abtransport von Geröllen zu erfahren. "Leider mussten wir einen Graben komplett auslassen, da hier fünf von sechs Reflektoren abgerissen wurden“, meldet Eric Rascher von der UNI Graz.

Relevante Daten
Der Schaden am Projekt, das durch öffentliche Mittel aus dem Wissenschaftsfonds gefördert wird, kann schwer beziffert werden. „Hier arbeiten wir an Erkenntnissen, die auch für den Schutz der Bevölkerung von großer Bedeutung sind. Sollte so etwas häufiger vorkommen, muss man sich Konsequenzen überlegen“, sagt Daniel Kreiner, Forschungsleiter im Nationalpark.

Hochwasserschutz
Das Projekt mit dem Namen „SedynX“ (Sedimentdynamik Xeis) liefert wichtige Daten für das Management im Nationalpark und weit darüber hinaus. Bedeutend ist es auch für den Hochwasserschutz an Wildbächen, weshalb neben weiteren Partnern die Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) ein Unterstützer des Projektes ist.
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