26.11.2016, 18:13 Uhr

Fanstatistik: Die üblichen Verdächtigen führen

Bis auf wenige Ausnahmen (wie im Bild der SV Lassing), leiden die Bezirksklubs unter rückläufigen Zuschauerzahlen.

In der aktuellen WOCHE-Zuschauerstatistik zeigt sich neben den selben Top 7 wie im Vorjahr vor allem ein Zuschauerschwund im Bezirk.

Die Herbstsaison in den heimischen Fußballligen ist vorbei – Zeit, einen Blick auf die aktuelle WOCHE-Zuschauerstatistik zu werfen. In Summe besuchten 28.116 Fans in diesem Herbst die Heimspiele der 30 Bezirksclubs. Das sind um mehr als 1.500 weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Zuschauerschwund wird auch am durchschnittlichen Besuch pro Match deutlich. Waren im Herbst 2015 im Durchschnitt noch 163 Fans bei einem Heimspiel zu sehen, sind es 2016 nur mehr 140. Nahezu alle Vereine haben mit diesem Rückgang zu kämpfen. Nennenswerte Zuwächse gab es nur in Pruggern (+25 %) und in Hall (+20 %). Dafür verzeichnen renommierte Teams wie Haus oder Bad Mitterndorf einen Rückgang von einem Viertel der Zuschauer und mehr.

Spitze nahezu unverändert

An der Spitze der Statistik thront weiterhin Landesligist SC Liezen mit durchschnittlich 279 Fans pro Heimspiel. In Liezen ging auch das meistebesuchte Spiel des Bezirks über die Bühne. 500 Zuschauer sahen am 22. September das Duell gegen den späteren Herbstmeister Bad Gleichenberg. Das Spitzenspiel der Liga, das Derby Bad Gleichenberg gegen St. Anna/Aigen, sahen übrigens 1.400 Fans. In Summe liegt der SC aber durchaus im Ligaschnitt. Neuer Zweiter der Bezirksstatistik ist der SV Rottenmann. Die Paltentaler konnten ihren Schnitt (246 Fans) halten und überholten damit Schladming (3. mit 236 Fans), den FC Ausseerland (4., 275) und Irdning (5., 220). Die Plätze 6 und 7 sind unverändert in den Händen von Haus (187) und Bad Mitterndorf (157).

Die Aufsteiger

Neu in den Top 10 sind Schladming II (8., 148), Hall (9., 147) und Pruggern (10., 144). Alle drei Teams konnten ihren Zuschauerschnitt heben. Auch Lassing, St. Gallen, Landl, die SG Liezen und Stainach-Grimming II legten zu. Rottenmann, Irdning, Stainach-Grimming, Gaishorn und Gröbming II konnten ihren Schnitt halten und zählen somit ebenso zu den Gewinnern. Den größten Sprung nach vorne machte der SV Hall, der im Vorjahr auf Platz 20 war und nur in den Top 10 zu finden ist.

Die Absteiger

Am meisten Fans hat St. Martin/Grimming (- 40 %) verloren. Auch Trieben und Admont (je - 35 %) ging es nicht viel besser. Die beiden Teams rutschten aus den Top 10 und sind aktuell nur mehr 20. bzw. 22. Haus, Bad Mitterndorf, Gröbming, Aigen und Ramsau durften je ein Viertel weniger Gäste in ihren Stadien begrüßen. Den größten Liga-Schwund gab es in der Unterliga.

Oberliga: Schnitt stagniert

Unsere Oberliga-Teams konnten ihren Durchschnitt (215 Fans pro Spiel) knapp halten, was allerdings auf den Abstieg von Stainach-Grimming in die Unterliga zurückzuführen ist, denn zulegen konnte keiner. Rottenmann, Schladming und Irdning zählen dennoch zu den Fanmagneten der Liga. Top-Club ist aber mit Abstand Aufsteiger Murau mit 378 Zuschauern pro Spiel. Doch auch in der Oberliga gibt es Geisterspiele mit Beteiligung aus dem Bezirk, so sahen nur 40 Fans den 2:0-Erfolg von Irdning in Fohnsdorf.

Schwache Unterliga

In der Unterliga fehlen unseren Teams fast 40 Fans pro Spiel. Nur mehr 151 Fans sind dort statistisch gesehen bei den Spiele zu treffen. Die Bezirksteams sind allerdings auch hier ligaweit noch gut unterwegs und können auf eine wesentlich stärkere Fanbasis als die Mitbewerber aus dem Mürztal zählen. Unangefochten an der Spitze steht traditionell der FC Ausseerland mit 229 Fans pro Spiel, während etwa Wartberg weniger als 90 Fans pro Spiel hat.

Gebietsliga stagniert

130 Zuschauer sind durchschnittlich bei Spiel der Gebietsligaklubs zu sehen. Im Vorjahr waren es 138. Neuer Topklub der Liga ist mit Aufsteiger Eisenerz (170 Zuschauer) ausgerechnet der einzige Verein, der nicht aus dem Bezirk Liezen kommt. Zweiter ist überraschenderweise das Team von Nachzügler Schladming II. Am Ende der Statistik sind mit Trieben, Ramsau und Öblarn drei Teams, die auch sportlich eher überraschend zu kämpfen hatten. Das meistbesuchte Spiel des Herbst war das Derby Hall gegen Ardning mit 265 Zuschauern.

Nur Gaishorn hat viele Fans

In der 1. Klasse Enns kann nur Gaishorn auf einen Zuschauerschnitt im dreistelligen Bereich zählen. 123 Zuschauer kommen im Durchschnitt zu den Spielen der Paltentaler, während in St. Martin vor nur 58 Fans spielen muss. Topspiel der Liga war das Duell Gaishorn gegen St. Martin (200 Fans). Dafür verirrten sich bei St. Martin gegen Radmer gerade einmal 35 Menschen auf den Fußballplatz.

Das Ranking


1. SC Liezen 279 Fans/Spiel
2. SV Rottenmann 246
3. FC Schladming 236
4. FC Ausseerland 229
5. ATV Irdning 220

6. SV Haus 187
7. Bad Mitterndorf 157
8. FC Schladming II 148
9. SV Hall 147
10. SV Pruggern 144

11. Tus Gröbming 137
12. SV Stein/Enns 136
13. SV Lassing 130
14. SV St. Gallen 129
15. TUS Ardning 128

16. SV Stainach-G. 127
16. FC Landl 127
16. SV Aigen 127
19. FC Gaishorn 123
20. Tus Admont 122

21 WSVLiezen 117
22 SV Trieben 110
23 SV Ramsau 104
24 FSV Öblarn 103
25 SG Liezen 88

26 Tus Grömbing II 80
27 SV Stainach-G. II 75
28 FC Tauplitz 74
29 SU Wörschach 71
30 SV St. Martin/Gr. 58
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