FH Joanneum
Feinstaub-Messungen im Mürztal

Die Projektverantwortlichen der FH Joanneum Kapfenberg möchten mit wissenschaftlichen Daten mehr Bewusstsein für Feinstaub schaffen.
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  • Die Projektverantwortlichen der FH Joanneum Kapfenberg möchten mit wissenschaftlichen Daten mehr Bewusstsein für Feinstaub schaffen.
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Die Wissenschaftler des Instituts für Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement der FH Joanneum in Kapfenberg verbrachten das letzte Jahr mit der Analyse verschiedener Feinstaubquellen und der Programmierung einer Feinstaubprognose-App.

Feinstaub in der Region

Dank neuester Messtechnik können immer kleinere Staubpartikel analysiert und ihren Ursprungsquellen wie der Biomasseverbrennung oder dem Verkehr zugeordnet werden.
In der Partnergemeinde Thörl wurde während der Heizperiode im Winter 2019/2020 ein sogenannter Black-Carbon-Monitor installiert, welcher die momentane Feinstaubkonzentration in der Luft maß. Interessant dabei ist, dass die Werte der Heizungen zur kalten Jahreszeit jene des Verkehrs sogar überholen. Eine derartig differenzierte Messung war erstmals möglich. Die im Rahmen dieser Wintermesskampagne gesammelten Daten werden nun ausgewertet und mit den Projektpartnern in vier weiteren Ländern analysiert. Die Projektverantwortlichen Christof Sumereder und Jeannine Schieder bescheinigen dem Mürztal gute Luftwerte, doch weisen auch darauf hin, dass hinsichtlich der Biomasseverbrennungen noch viel getan werden muss, damit dies auch so bleibt.

Der Container in Thörl lieferte bislang einzigartige Daten.
  • Der Container in Thörl lieferte bislang einzigartige Daten.
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Messgeräte für alle

Zur Durchführung der Messkampagne setzte das österreichische Projektteam außerdem 20 sogenannte "AirBeam-Messgeräte" in Form von Workshops im Winter ein. Diese tragbaren Geräte können verwendet werden, um die Partikelkonzentration im täglichen Leben darzustellen. Kindberger und Kapfenberger Schüler sowie Studenten und interessierte Bevölkerungsteilnehmer konnten so die Partikelkonzentration in ihrer unmittelbaren Umgebung beobachten. Die für viele Teilnehmer teils überraschenden Ergebnisse sollen neben der Erhebung der Daten vor allem zur Bewusstseinsbildung der Bevölkerung beitragen.

Ein weiteres Ziel des Projektteams ist die Entwicklung einer App für Mobiltelefone, die den aktuellen Stand der Feinstaubwerte im gesamten Alpenraum sowie eine Prognose für die nächsten Stunden anzeigt. Bald soll diese zum freien Download zur Verfügung stehen. Das Projekt befindet sich derzeit in der Halbzeit und endet im Frühjahr 2021. Bis dahin soll der Black-Carbon-Monitor noch in anderen Mürztaler Gemeinden zum Einsatz kommen.

Die Projektverantwortlichen der FH Joanneum Kapfenberg möchten mit wissenschaftlichen Daten mehr Bewusstsein für Feinstaub schaffen.
Der Container in Thörl lieferte bislang einzigartige Daten.

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