Judenburg
Darum verzögert sich das größte Projekt der Stadt
- So soll das neue Murkraftwerk der Stadtwerke Judenburg künftig aussehen - es wird drei ältere Anlagen ersetzen und die Kapazität der Stromerzeugung erhöhen.
- Foto: Stadtwerke Judenburg
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Bei der letzten Gemeinderatssitzung in Judenburg gab der Vorstand der Stadtwerke Judenburg AG Auskunft über das seit Jahren geplante Murkraftwerk.
JUDENBURG. Rund 30 Millionen Euro will die Stadtwerke Judenburg AG in das neue Murkraftwerk investieren, das künftig gleich drei in die Jahre gekommene Anlagen ersetzen soll. Es ist damit in naher Zukunft mit Abstand das größte Projekt für die Bezirksstadt. Alle erforderlichen Unterlagen für die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) wurden bereits eingebracht, Hindernisse wie Anrainerbedenken wurden positiv erledigt.
- Manfred Wehr, Elke Florian und Josef Maier.
- Foto: Oblak
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„Wir wurden durch den hinlänglich bekannten Skandal im steirischen Umweltamt zu anderen Kraftwerken jäh gestoppt“, erklärte Josef Maier, technischer Vorstand der Stadtwerke. Der Rechnungshof hat bekanntlich Missstände im Umweltamt aufgedeckt, die auch mehrere UVP-Verfahren betroffen haben - allerdings nicht jenes zum Murkraftwerk.
Kapazität erhöhen
Dadurch hat sich aber auch der Bau des Murkraftwerks verzögert. Auf der einen Seite sei die Verzögerung auch positiv zu sehen, weil man beim Bau nicht in die Hochpreisphase geraten ist, auf der anderen Seite sind aber die bestehenden drei Kraftwerke teilweise schon scharf am Ende ihrer Lebenszeit. Die Bauzeit des neuen Werks betrage immerhin zweieinhalb Jahre. Es geht beim neuen Kraftwerk in erster Linie darum, die Stromerzeugungskapazität zu erhöhen und möglichst unabhängig von den Turbulenzen am Markt zu sein. Maier erklärte, dass ein großer Teil der Bauarbeiten nur in den Wintermonaten bei Niedrigwasserstand zu erledigen seien.
Attraktive Anlage
Wie Maier ausführte, handle es sich beim Neubau um eine auch optisch sehr attraktive Anlage. Es wird sogar die Mur so ausgebaggert, dass sie wieder den Wasserstand wie vor einhundert Jahren hat. Der Schlenker der Mur wird begradigt, nordseitig wird ein Wanderweg angelegt, für den Erhalt des Weiden- und Erlenwaldes gab es sogar eine Umplanung. Außerdem wird beim Projekt selbstverständlich der Hochwasserschutz mitbedacht. Die Stadtwerke-Vorstände Manfred Wehr und Josef Maier wurden von Bürgermeisterin Elke Florian (SPÖ), Stadtrat Andreas Brugger (ÖVP) bedankt und auch von Vizebürgermeister Norbert Steinwidder (ÖVP) kam großes Lob: „Die Stadtwerke sind ein großartiger Betrieb.“
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