Kriminalitätsstatistik Murtal
Weniger Delikte, mehr Aufklärung

Wolfgang Elsbacher vom Bezirkspolizeikommando zog Bilanz.
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Polizei zieht Bilanz über weniger Anzeigen und hat eine der höchsten Aufklärungsquoten des Landes.

MURTAL. „Jede Straftat ist eine zuviel“, schickt Wolfgang Elsbacher vorweg. Der Leiter des Kriminalreferates im Bezirkspolizeikommando Murtal darf sich über hervorragende Zahlen in der neuen Kriminalitätsstatistik freuen. Im vergangenen Jahr gab es im Bezirk demnach 2.159 angezeigte strafbare Handlungen. Vom zerkratzten Auto über Suchtmittel- bis hin zu Gewaltdelikten ist da alles dabei.

Hohe Quote

Das ist ein Rückgang von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zu 2016 sind es sogar um 20 Prozent weniger.Noch beeindruckender ist allerdings die Aufklärungsquote von fast 61 Prozent. Das ist einer der besten Werte unter allen steirischen Bezirken. Zum Vergleich: Landesweit liegt die Quote bei rund 55 Prozent. „Wir sind stolz auf diese Zahlen und legen als Organisation viel Wert auf Professionalität und Qualität“, sagt Bezirkspolizeikommandant Günther Perger.

Weniger Einbrüche

Besonders stark rückläufig waren im Bezirk Einbrüche und Diebstähle. „Das kann sich allerdings schlagartig ändern, wenn es eine neue Serie gibt“, warnt Elsbacher. Eine solche Einbruchsserie konnte im Vorjahr in der Gemeinde St. Marein-Feistritz aufgeklärt werden. Elsbacher: „Prävention und die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung sind in diesem Zusammenhang sehr wichtig.“Gestiegen sind im Vorjahr etwa Sachbeschädigungen, Delikte gegen das Suchtmittel- oder das Verbotsgesetz. Zudem ortet die Exekutive eine „höhere Gewaltbereitschaft“. Es gab mehr Widerstände gegen die Staatsgewalt.

Herausforderung Internet

Ganz dem Trend entsprechend ist auch die Internetkriminalität im Murtal gestiegen. Ein speziell geschulter Beamter ist diesbezüglich in Ausbildung und steht bald zur Verfügung. Die Polizei bietet dann kostenlose Beratungen an. Neu ist auch eine Präventionsbeamtin speziell für die öffentliche Sicherheit von Frauen und die Aktion „Gemeinsam sicher“ läuft weiter. Durch Präsenz, Aufklärung und Vertrauen soll auch das subjektive Sicherheitsgefühl der Murtaler gehoben werden. „Das ist schwer zu steuern, aber es hat sich schon gebessert“, sagt Elsbacher.

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