Steirische Wirtschaft
Standortpartnerschaft setzt auf Leitprojekte und Infrastruktur
- Zehn konkrete Maßnahmen wurden laut Land Steiermark am Montag in der Sitzung der Standortpartnerschaft Steiermark zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes beschlossen.
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Zehn konkrete Maßnahmen wurden laut Land Steiermark am Montag in der Sitzung der Standortpartnerschaft Steiermark zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes beschlossen. Im Fokus stehen neue Leitprojekte, der Ausbau von Infrastruktur sowie Impulse in Technologie- und Industriebereichen. Die SPÖ kritisiert fehlende „konkrete“ Maßnahmen.
STEIERMARK. Die Standortpartnerschaft Steiermark ist am Montag im Rittersaal des Grazer Landhauses zu ihrer zweiten Sitzung zusammengekommen. Vertreterinnen und Vertreter der Landesregierung, der Sozialpartner, der steirischen Hochschulen sowie weiterer Institutionen berieten über den bisherigen Arbeitsstand und legten ein Maßnahmenpaket zur Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts vor. Den Vorsitz führte Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer (ÖVP). Im Mittelpunkt standen zehn konkrete Vorhaben, mit denen Investitionen, Konsum und Wettbewerbsfähigkeit in der Steiermark gestärkt werden sollen, wie es seitens des Landes heißt.
Maßnahmen für Wirtschaftswachstum
Ehrenhöfer bezeichnet die Standortpartnerschaft als „Allianz der Willigen“. Gemeinsam habe man zehn konkrete Maßnahmen erarbeitet, diese müssten nun konsequent umgesetzt werden. Ziel sei es, Investitionen und Konsum zu beleben, „wenn wir in der Steiermark auch in Zukunft ein entsprechendes Wirtschaftswachstum haben wollen“.
- Eingebunden in die Standortpartnerschaft: V.l. Eduard Zentner (Präsident Landarbeiterkammer), Andreas Steinegger (Präsident Landwirtschaftskammer), Josef Herk (Präsident Wirtschaftskammer), Horst Schachner (ÖGB-Vorsitzender), Landesrat Hannes Amesbauer, Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom, Landeshauptmann Mario Kunasek, Landesrat Willibald Ehrenhöfer, Landesrätin Claudia Holzer, Landesrat Stefan Hermann, Erwin Dirnberger (Gemeindebund-Präsident), Kurt Wallner (Städtebund-Präsident), Franz Endthaller (Vizepräsident Arbeiterkammer), Karl-Heinz Snobe (AMS-Landesgeschäftsführer), Peter Riedler (Rektor Karl-Franzens-Universität Graz und Vorsitzender der Hochschulkonferenz) und Kurt Maier (Präsident Industriellenvereinigung).
- Foto: Land Steiermark/Andreas Resch
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Inhaltlich sieht das Maßnahmenpaket mehrere Schwerpunkte vor. Geplant sei die Entwicklung neuer Themenfelder und Leitprojekte für steirische Unternehmen. Nach dem bereits gestarteten Fokus auf Batterietechnologie sollen heuer unter anderem Impulse in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung sowie bei Werkstoffen folgen. Zusätzlich sollen regionale Leitprojekte die Wertschöpfung in den einzelnen Landesteilen erhöhen.
Internationale Erreichbarkeit und Sichtbarkeit
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Infrastruktur und Sichtbarkeit. Der Ausbau von Verkehrs- und Dateninfrastruktur soll die internationale Anbindung verbessern. Parallel dazu ist vorgesehen, internationale Kontakte zu intensivieren und das Standortmarketing stärker zu koordinieren. Weitere Maßnahmen betreffen die Begleitung der Mobilitätsindustrie im Transformationsprozess, Produktivitätssteigerungen durch Künstliche Intelligenz und Automatisierung, den Abbau bürokratischer Hürden sowie den Ausbau von Qualifizierungsangeboten für den Arbeitsmarkt.
- Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei es entscheidend, gemeinsam an der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit zu arbeiten und konkrete Schritte zu setzen, so Landeshauptmann Kunasek. (Symbolbild)
- Foto: panthermedia/tomwang
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Die Bedeutung des Themas für die Landespolitik unterstrich auch Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ). Der Wirtschaftsstandort habe für die Landesregierung hohe Priorität. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei es entscheidend, gemeinsam an der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit zu arbeiten und konkrete Schritte zu setzen. In dieselbe Kerbe schlägt Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom (ÖVP): „Wir bündeln die Kräfte aller Partner und arbeiten gemeinsam an der wirkungsvollen Weiterentwicklung unseres Standortes. Denn wir brauchen eine starke Wirtschaft und sichere Arbeitsplätze.“
SPÖ: "Lose Absichtserklärungen"
Kritisch äußerte sich die steirische SPÖ zu den Ergebnissen der Sitzung. Seit Monaten lägen konkrete Vorschläge zur Stärkung des Standorts vor, diese seien jedoch nicht aufgegriffen worden. Parteivorsitzender Max Lercher stellt die Frage, "was versteht diese Landesregierung unter 'konkret'"? Die Maßnahmen seien nicht greifbar. "Mehr als lose Absichtserklärungen von künftigen Themenfeldern, die man erkunden will, sind nicht erkennbar", so Lercher.
Standortpartnerschaft Steiermark
Die Standortpartnerschaft Steiermark ist im Regierungsprogramm des Landes verankert. Beteiligt sind neben der Landesregierung die Wirtschaftskammer, die Arbeiterkammer, die Industriellenvereinigung, der ÖGB, das AMS, die Steirische Hochschulkonferenz, der Gemeinde- und der Städtebund, die Landwirtschaftskammer und die Landarbeiterkammer. In themenspezifischen Arbeitsgruppen analysieren sie wirtschaftliche Entwicklungen und erarbeiten Vorschläge für standortpolitische Maßnahmen. Quelle: Land SteiermarkDas könnte dich auch interessieren:
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