Stubai-Wipptal
Quantensprünge bei Öffis für weniger Individualverkehr
- Alles neu macht der Mai 2026 beim öffentlichen Personennahverkehr im Stubai- und Wipptal!
- Foto: Kainz
- hochgeladen von Tamara Kainz
Eine große Sache ist für die Planungsverbände Stubai- und Wipptal die laufende Neuausschreibung der Regiobus-Linien. Ab Mai 2026 wird es da wie dort zu weitreichenden Verbesserungen kommen!
STUBAI/WIPPTAL. Das Stubai kriegt ab Mai nächsten Jahres einen Viertelstundentakt inklusive "Radlbussen", im Wipptal soll es stündliche Verbindungen in die Seitentäler geben. Im Stubai werden der Gewerbepark Mieders, die Industriezone Fulpmes und das StuBay besser angeschlossen, im Wipptal werden die Buszeiten mit jenen der Züge an den Bahnhöfen in den Verkehrsknotenpunkten Steinach und Matrei akkordiert. Außerdem sind (endlich) intensivere Verbindungen zwischen den beiden Tälern vorgesehen.
Alles neu im Busverkehr
Diese Punkte sind nur einige von vielen, die mit der Neuausschreibung des öffentlichen Personennahverkehrs einhergehen. Die Ausschreibung haben das Stubai- und Wipptal gemeinsam gemacht, um bessere Preise der Busunternehmer zu erzielen. Die Angebotsfrist hat soeben geendet. Der Verkehrsverbund Tirol (VVT) ist jetzt dabei, den Bestbieter zu ermitteln. Die Gemeinden fassen derweil die Beschlüsse für die notwendigen Zuschüsse.
"Ähnlich wie ein Railjet"
So wie Neustift am Dienstag. "Im Stubai nutzt aktuell knapp ein Viertel der Bevölkerung regelmäßig die Offis. In Zukunft soll es ein Drittel oder mehr sein", erklärte Matthias Geiger vom VVT den Gemeinderäten. Neben der Taktverdichtung werden noch weitere Maßnahmen den Komfort steigern: Jeder zweite Bus im Stubai wird in Zukunft Fahrräder transportieren können. Die zwölf und 15 Meter langen Fahrzeuge sind außerdem "ähnlich wie ein Railjet" mit WLAN, Steckdosen und teilweise auch "Low Entry"-Türen ausgestattet. Letztere sorgen für einen leichteren Ein- und Ausstieg und somit einen schnelleren Fahrgastwechsel.
Öffi-Akzeptanz steigern
Im Stubai bezuschusst der Planungsverband die Regiobusse künftig mit ca. 400.000 Euro pro Jahr. Die Zahlungen werden nach Einwohnerschlüssel auf die Kommunen aufgeteilt. Im Wipptal rechnet man ab 2026 mit 500.000 bis 600.000 Euro an jährlichen Kosten. Die Differenz zu den Beträgen, die die Gemeinden hier jetzt schon zahlen, deckt im Wipptal der Planungsverband ab. "Das Service ist teuer, aber wichtig", meint dessen Obmann Florian Riedl. Die erhoffte Reduktion des Individualverkehrs soll in seiner Region speziell auch die Parkanlagen an den größeren Bahnhöfen entlasten. Weitere Beiträge für den öffentlichen Nahverkehr in den Tälern leisten die Tourismusverbände und die Bergbahnen.
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