Spielerisch programmieren lernen
Coding4Kids startet wieder in allen Tiroler Bezirken
- Mit Coding4Kids lernen Kinder im Alter zwischen 10 und 15 Jahren spielerisch die Welt des Programmierens kennen. 27 Kurse in allen Tiroler Bezirken werden mit Unterstützung der Wirtschaftskammer Tirol und anderen Firmen im Sommer angeboten.
- Foto: © WK Tirol/ Gerhard Berger
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Coding4Kids bringt auch heuer wieder tausende Kinder in ganz Tirol zum Programmieren – mit kostenlosen Kursen, Fokus auf Mädchen in MINT-Berufen und nur mehr wenigen freien Plätzen.
TIROL. Was als kleines Projekt in Innsbruck begann, ist längst zu einer tirolweiten Erfolgsgeschichte geworden: Coding4Kids bietet diesen Sommer rund 27 Programmierkurse für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren an – und das flächendeckend in allen Tiroler Bezirken. Jede Kurswoche dauert fünf Tage, jeweils von 9 bis 16 Uhr, und verbindet sinnvolle Ferienbetreuung mit digitaler Bildung. Für Eltern bedeutet das: eine Woche verlässliche Betreuung – für Kinder die Chance, spielerisch in die Welt der Technologie einzutauchen. Rund 1.000 Unterrichtsstunden werden heuer kostenlos angeboten, finanziert durch Patenschaften von Unternehmen und Institutionen.
Digitale Grundbildung früh fördern
„Bei der digitalen Grundbildung kommen die Schulen manchmal einfach nicht mit, weil sich da einfach sehr viel tut“, betont Claudia Brandl, Vorsitzende des Vereins Coding4Kids. Genau hier setzt Coding4Kids an: mit praxisnahen Kursen, die von Trainerinnen und Trainern aus der Wirtschaft, Forschung und Pädagogik geleitet werden. Kinder entwickeln eigene Projekte – von Computerspielen über Taschenrechner bis hin zu ersten Server-Infrastrukturen. Dabei lernen sie zentrale Fähigkeiten wie logisches Denken, Projektplanung und Problemlösung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt heuer auf Künstlicher Intelligenz: In jedem Kurs gibt es einen eigenen „KI-Mittwoch“, an dem die Kinder den kritischen Umgang mit neuen Technologien lernen.
- Vergangenes Jahr waren die teilnehmenden Kinder unter anderem im IKB-Smart-City-Lab zu Gast.
- Foto: © IKB
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Mehr Mädchen für MINT begeistern
Ein zentrales Anliegen ist es, mehr Mädchen für technische Berufe zu gewinnen. Der Anteil in den Kursen von Coding4Kids ist mittlerweile auf rund 32 Prozent gestiegen – ein Erfolg gezielter Maßnahmen. Heuer wurde erstmals ein eigener „Coding4Girls“-Kurs ins Leben gerufen, geleitet von einer Trainerin und exklusiv für Mädchen. Die Idee dahinter: ein geschützter Raum, in dem Mädchen ohne Hemmschwellen ausprobieren können, was ihnen liegt. „Talent hat kein Geschlecht“, betont auch Wirtschaftskammer-Präsidentin Barbara Thaler. Ziel sei es, Hürden abzubauen und neue Zugänge zu schaffen.
Nachfrage größer als Angebot
Das Interesse ist ungebrochen hoch: Rund 90 Prozent der Plätze sind bereits vergeben, viele Kurse waren innerhalb weniger Tage ausgebucht. Aktuell gibt es nur noch vereinzelt freie Plätze, etwa beim Coding4Girls-Kurs in Innsbruck. Die starke Nachfrage zeigt, wie groß der Bedarf an niederschwelliger digitaler Bildung ist – und wie wichtig Initiativen wie Coding4Kids für den Wirtschaftsstandort Tirol sind.
- Von links: Hans Jürgen Seifert (CIO von MED-EL), Claudia Brandl (Vorsitzende des Vereins Coding4Kids) und Wirtschaftskammer-Präsidentin Barbara Thaler
- Foto: MeinBezirk/Thomas Geineder
- hochgeladen von Thomas Geineder
Investition in die Fachkräfte von morgen
Für Unternehmen wie MED-EL ist das Engagement eine bewusste Investition in die Zukunft. „Wir brauchen diese Talente“, sagt CIO Hans-Jürgen Seifert. Frühzeitige Förderung könne entscheidend sein, um Begeisterung für Technik und IT zu wecken. Die Erfolge sprechen für sich: Ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer kehren als Trainer zurück oder schlagen tatsächlich eine Laufbahn in der IT ein. Für viele ist Coding4Kids der erste Funke.
Fazit
Coding4Kids verbindet sinnvolle Sommerbetreuung mit Zukunftskompetenzen – und öffnet Kindern in ganz Tirol die Tür zur digitalen Welt. Wer noch teilnehmen möchte, sollte schnell sein: Die letzten Plätze sind rar.
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