"Die Seele der Alpen"
Hörl argumentiert gegen "Seele der Alpen"-Petition

Die Petition für den Erhalt der "Seele der Alpen" kann Vize-Wirtschaftskammerpräsident Hörl nicht nachvollziehen. Es wäre eine reine Marketingstrategie.
  • Die Petition für den Erhalt der "Seele der Alpen" kann Vize-Wirtschaftskammerpräsident Hörl nicht nachvollziehen. Es wäre eine reine Marketingstrategie.
  • Foto: Pixabay/USA-Reiseblogger (Symbolbild)
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TIROL. Momentan geht eine Petition des WWF, Alpenvereins und der Naturfreunde herum, die sich für den Schutz der "letzten alpinen Freiräume " einsetzt. In den Augen Franz Hörls, Vizepräsident der Tiroler Wirtschaftskammer und Nationalrat lediglich ein "Marketinginstrument". 

Statt emotionaler Petition, sachliche Diskussion gefordert

Die Petition "Die Seele der Alpen" wäre zwar gerade einmal von "vier Prozent der insgesamt rund 700.000 Mitglieder der drei Organisationen unterzeichnet" worden, so Hörl, trotzdem sieht er darin ein Marketinginstrument und wünscht sich statt der offensichtlich emotionalen Schiene, eine sachliche Diskussion. Schließlich beträgt die Gesamtfläche für Siedlungen, technische Anlagen und Verkehrsflächen in Tirol lediglich 3,1 Prozent, argumentiert Hörl. 87 Prozent der Gesamtfläche Tirols wären hochalpine Fels- und Eisflächen, Waldflächen und alpines Grünland, das nicht dauerhaft besiedelbar ist. 

Bild von Zurückdrängen des Naturraumes wäre nicht korrekt

Die Initiatoren der Petition Zeichen ein Bild des "Zurückdrängens des Naturraumes", so Hörl. Dies wäre jedoch nicht der Fall, 41 Prozent der Landesfläche würde vom Tiroler Wald eingenommen werden. Dazu trägt auch der stetige Rückgang der Landwirtschaft bei. Der Kulturraum würde weniger, der Naturraum mehr, kontert Hörl gegen die Aussagen der Petitions-Initiatoren. 

 „Der gesamthafte Blick auf die Fakten zeigt, dass selbst im tourismusintensiven Land Tirol die Flächennutzung durch den Menschen gering ist und dies aufgrund der topographischen Situation auch so bleiben wird“,

so Hörl.

All diese Argumente machen es Hörl schwer, die Forderungen der alpinen Vereine nachzuvollziehen. Statt der Petition, bzw. in Hörls Augen eine Marketinginitiative, würde er sich freuen, würden die alpinen Vereine ihren Mitgliedern "das richtige Verhalten in der Natur näher bringen". Damit zielt Hörl auf das Verhalten einiger Tourengeher ab, die sich in den Wildlebensräumen rücksichtslos verhalten würden sowie Tiere verscheuchen und in steile Gräben und Schluchten treiben würden. 

Mehr zum Thema auf meinbezirk.at:
ALLIANZ FÜR DIE SEELE DER ALPEN: Schutz der letzten alpinen Freiräume gefordert

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