Neujahrsempfang des NÖ Gemeindebundes
Riedl: "Menschen sehnen sich nach Geborgenheit und Heimat"

Beim Empfang: Wolfgang Sobotka, Hanni Mikl-Leitner, Sebastian Kurz und Wolfgang Riedl.
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  • Beim Empfang: Wolfgang Sobotka, Hanni Mikl-Leitner, Sebastian Kurz und Wolfgang Riedl.
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GRAFENEGG / NÖ. Mehr als 1.500 Personen folgten der Einladung des NÖ Gemeindebundes unter Präsident Alfred Riedl zum Neujahrsempfang ins Auditorium Grafenegg. Die Volkspartei sei nicht nur im Jahr 2019 angekommen, sie ist voll auf Betriebstemperatur, führte Moderator Peter Madlberger aus.
Die Zusammenarbeit zwischen Politik und Verwaltung präge die Politiker: "Jetzt geben wir dir 20 oder 19 Minuten Zeit, uns Einblicke zu geben, was erwartet uns 2019?", will er von Präsident Alfred Riedl wissen. "Wenn es dem Land gut geht, geht's den Menschen gut", bedankt er sich für die gute Arbeit bei Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Riedl spricht auch Bundeskanzler Sebastian Kurz seine Wertschätzung aus: "Alte Strukturen wurden aufgebrochen, Gesetze rasch und mutig umgesetzt".
Die Menschen würden sich nach Geborgenheit und Heimat sehnen. Zu den Bürgermeistern sagt er: "Ihr seid die Problemlöser, statt Anonymität bietet ihr gelebte Nachbarschaft".

Stärkung des ländlichen Raumes

Es gäbe zwei Ziele, die man verfolge: Nämlich das klare Bewusstsein zur Stärkungen des ländlichen Raumes sowie die Aufbereitung der Rahmenbedingungen für Städte und Kleine Orte. Weiters hätte die Zusammenarbeit bei Themen wie Kinderbetreuung und Breitbandausbau gut funktioniert, ebenso in Sachen Pflege und Steuerreform. Die bevorstehende EU-Wahl bezeichnet Riedl als "Nagelprobe", in Sache Gemeinderatswahl 2020 "müssen wir an einen Strang ziehen. Natürlich nur in eine Richtung", so sein Appell.

Exporte: 22 Milliarden-Grenze überschritten

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka war gemeinsam mit AK-Vizepräsident Josef Hager, Wirtschaftsbund-Obmann Wolfgang Ecker und Gemeinderätin Karin Schildberger-Böck auf dem Podium, wo er betonte, dass "Hingehen, Hand geben und begrüßen" ein einfaches Konzept ist, dass bei der Wahl angewendet und welches konsequent verfolgt werden soll. 
"2018 war ein spannendes und zugleich erfolgreiches Jahr im Stil des Miteinander", führte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner aus. Wirtschaftswachstum, bei den Exporten habe man die 22 Milliarden Grenze überschritten, die Arbeitslosenrate sinkt – dies sei eine gute Basis für das neue Jahr und eine Bestätigung dafür, dass es gut laufe. Das Budget werde konsolidiert, in Zukunft werde man wichtige und richtige Schritte setzen. "In Niederösterreich wird nichts dem Zufall überlassen", führt die Landeshauptfrau aus, dass man sich auch dem Thema Gesundheit und Pflege widme. Aber auch dem Ärztemangel entgegenwirken möchte, indem man in der Karl Landsteiner Universität von 353 auf 450 Studienplätze aufstocken werde. In puncto Wohnraum werde man vermehrt auf Eigentum setzen und dies entsprechend fördern – dies sei unter anderem auch ein Thema der dieswöchigen Regierungsklausur.

Breitbandausbau wird weiter forciert

"Wie sieht es mit der Steuerreform und dem Familienbonus aus?", "Welche Rolle spielen die Kommunen bei der EU-Wahl?", und "Wie schafft man es, den ländlichen Raum zu stärken?", wollten die BürgermeisterInnen Michael Wurmetzberger, Natascha Matousek, Patrick Strobl und Brigitte Ribisch (per 12. Jänner 2019 auch frisch gebackene Vizepräsidentin des Gemeindebundes)
von Bundeskanzler Sebastian Kurz wissen.
Die grenzenüberschreitende Zusammenarbeit soll genutzt werden, die EU-Wahl sei eine "Richtungsentscheidung", in Sachen Stärkung des ländlichen Raumes sei das Ziel, eine Trendumkehr herbeizuführen: "Wir wollen sicherstellen, dass die Versorgung überall ordentlich ist, ebenso die Infrastruktur", so Kurz, dass auch aus diesem Grund der Breitbandausbau auf 5G forciert wird.

Achtung, Humor gefragt - hier die besten Wortmeldungen:

Moderator Peter Madlberger:
"Den Applaus ziehen wir dann von deiner Redezeit ab" zu Bundeskanzler Sebastian Kurz, der sehr viel Applaus erntete.
"Er ist allegro - meistens zumindest", über Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka.
"Das neue Jahr fängt aber schon gut mit einem Küsschen an", stellte er bei der Begrüßung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner fest, die sogleich meinte: "Ich kann aber auch beißen" (lacht).

Präsident Alfred Riedl:

"Ich möchte es heute einmal mit Lob probieren, das ist ja nicht das, was ich oft mache", ist er stolz auf die Arbeit von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Bundeskanzler Sebastian Kurz:
"Und ich hab immer Angst, wenn ich auf der Bühne steh und ein Orchester da ist. Denn da hast du mich einmal die Bundeshymmne anstimmen lassen", zu Moderator Madlberger.

Karin Zeiler, karin.zeiler@bezirksblaetter.at, 0664 80 666 5640

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