02.10.2017, 12:46 Uhr

Übung: Großbrand in Grafenwörth

(Foto: FF Grafenwörth)
GRAFENWÖRTH (pa). Die Geschäfte blühen im Grafenwörther Gewerbepark, vor wenigen Jahren siedelte sich auch der holzverarbeitende Betrieb „Sachseneder“ hier an, um alle Standorte in Österreich zu zentralisieren. Trotz des vorbildlichen vorbeugenden Brandschutzes am Gelände bilden die gewaltigen Lagermengen an Holz jedoch ein grundlegendes Brandrisiko, welches Annahme der Großeinsatzübung am 30.09.2017 war.
Annahme war, dass in einem überdachten Freilager ein Brand ausgebrochen war, der sich rasch in Richtung der anderen Lager, einer Nachbarfirma und der Produktionshalle ausbreitete. Nach Erkundung durch die erste Mannschaft aus Grafenwörth wurde entschieden auf die höchstmögliche Alarmstufe „B4“ zu erhöhen um ausreichend Mannschaft und Gerät vorhalten zu können.

Kaum gerufen schon am Tatort

Binnen kürzester Zeit trafen die Feuerwehren Jettsdorf, Seebarn, Feuersbrunn, Fels/Wagram, Etsdorf, Kamp, Haitzendorf und die Feuerwehr Langenlois mit ihrer Teleskopmastbühne und dem Atemluftfahrzeug sowie die Feuerwehr Neudegg mit einer fahrbaren Schlauchhaspel am Einsatzort ein.
Die Feuerwehren richteten im Eiltempo eine s.g. „Riegelstellung“ zu den nicht betroffenen Nachbarobjekten ein, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, nach Eintreffen ausreichender Kräfte wurde sofort zum Angriff auf den Brandbereich übergegangen. Größte Herausforderung hierbei war, die benötigten Mengen Wasser (ca. 5.000l/min) bereit zu stellen. Neben dem örtlichen Hydrantennetz und den Löschbrunnen am Werksgelände wurde auch eine längere Versorgungsleitung vom ca. 500m entfernten Jettsdorfer Badeteich gelegt.
Als zusätzliche Herausforderung wurde angenommen, dass sich der Brand auf eine Nebenhalle ausgebreitet hat, in der 11 Arbeiter vermisst wurden. In einem massiven Einsatz von Atemschutzgeräteträgern wurde die Halle durchsucht und die Vermissten gerettet.

Nach knapp 1,5h konnte die Übung dann erfolgreich beendet werden. Firmenchef Michael Sachseneder lud die Feuerwehrleute im Anschluss noch zu Getränken und Würstl ein. Für die stets großartige Zusammenarbeit möchten wir uns als Feuerwehr nochmals sehr herzlich bedanken.

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Weitere Info für Feuerwehrinsider
Aus Gründen das Sachwertschutzes wurde das Löschwasser nicht direkt auf die angenommenen Brandobjekte aufgebracht. Eine Brandbekämpfung per TMB würde natürlich im Ernstfall von wesentlich näher am Objekt erfolgen.

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