30.08.2016, 15:41 Uhr

Über 40 Millionen Euro für die B70

Der neue Verkehrslandesrat Anton Lang mit den Bgm. Engelbert Köppel, Ernst Meixner, Bernd Osprian, Kurt Riemer und Viktor Schriebl, dazu LAbg. Karl Petinger und Bezirks-GF Werner Kristandl (Foto: Cescutti)

Für den neuen Verkehrslandesrat Anton Lang hat die B70 oberste Priorität.

"Wir starten unseren eigenen Herbstreigen, wir wollen im Herbst mehrere Landesräte in unsere Region bekommen", leitete LAbg. Karl Petinger die Sitzung mit dem neuen Verkehrslandesrat Anton Lang in Maria Lankowitz ein. So hießen ihn auch die Bgm. Ernst Meixner und Kurt Riemer herzlich willkommen. Lang skizzierte gleich einmal den Fahrplan für den Endausbau der B70. Im Herbst wird die Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) fertiggestellt. Danach wird das Projekt vom Landesrechnungshof geprüft. Gibt es hierfür grünes Licht, wird die Einreichung zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) finalisiert. Klar ist aber auch, dass die Finanzierung nicht über den "Geld-Topf" von Lang laufen kann. "Wir brauchen hier eine Sonderfinanzierung, die Größenordnung liegt sicher bei mehr als 40 Mllionen Euro", so Lang.

ÖDK-Infrastruktur

"Eine Straße ist mehr als nur ein Asphaltbelag", sagt Lang. "Eine Straße ist immens wichtig für eine Region. Für mich zählt die B70 zu den wichtigsten Projekten in dieser Legislaturperiode", gibt Lang ein Bekenntnis ab. Wichtig ist auch die Infrastruktur für das umzubauende ÖDK-Areal. "Wir haben schon mit dem Land verhandelt, es gibt hier eine Zusage aus dem Büro Schickhofer von einer Million Förderung", sagt Bgm .Ernst Meixner. "In dieser Woche führen wir Gespräche mit allen Fachabteilungen bei der Koordinierungsstelle", weiß Petinger.
Lang hat das langfristige Ziel, die Steirer dazu zu bewegen, auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen. Die S-Bahn oder das Car-Sharing sind gute Ansätze, eine große Herausforderung ist der "Mikro-ÖV". Darunter versteht man das Verkehrsnetz im Hinterland. Oder anders gesagt: Wie bringt man die Menschen aus den Gräben - oder entlegenen Wohnorten - zu den Bahnhöfen, ohn dass sie ins Auto steigen müssen. "Bahn-Bus, Postbus, Privatanbieter, alles wird derzeit geprüft. In Graz-Umgebung läuft dazu ein Pilotprojekt."
Im Bezirk Voitsberg wird gerade an einem Mobilitätskonzept mit einer Planungsfirma gearbeitet, zwei Arbeitssitzungen gab es bereits. "Wir müssen der Abwanderung mit allen Mitteln entgegenwirken", so der Leobener. Da er auch für den Tierschutz zuständig ist, hat er die Tierheime im Fokus. "Ohne Freiwillige wird es im Tierschutz niemals gehen", ist sich der Landesrat bewusst. "Mir liegt der Tierschutz sehr am Herzen, denn wie sich der Mensch zu den Tieren verhält, ist es das Abbild einer Gesellschaft." Mit dem Tierheim Franziskus in Rosental hatte er bisher allerdings noch keinen Kontakt.
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