"Es steht viel am Spiel"
Tausende Teilnehmer bei Klima-Demo in Wien
- Klimastreik am Freitag: Tausende Menschen gingen in Wien auf die Straße.
- Foto: Ronja Reidinger/MeinBezirk.at
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Am Freitag wurde weltweit wieder zum großen Klimastreik aufgerufen. Alleine in Wien gingen dafür 15.000 Menschen auf die Straße. Organisiert wurde die Demo unter anderem von der Bewegung "Fridays for Future". MeinBezirk war vor Ort und hat den Demozug begleitet.
WIEN. Ein Meer aus bunten Fahnen und Plakaten schwebt am Schwarzenbergplatz am Freitag. Tausende Menschen sind dem Aufruf der Klimainitiativen wie "Fridays for Future" gefolgt und waren auf Wiens Straßen gegangen, um sich für den Klimaschutz starkzumachen. Das passierte auch in Graz, Linz und Salzburg und vielen weiteren Großstädten rund um den Globus.
Begleitet wurde der Demozug in Wien jedenfalls von ohrenbetäubender Musik und Parolen wie "Climate Justice now". Von Trommeln bis zu einer Blasmusikgruppe, von Bannern über Plakate sowie Menschen von Jung bis Alt waren die Menschen zahlreich erschienen, um gemeinsam für mehr Klimagerechtigkeit zu demonstrieren.
Seinen Ausgangspunkt fand der Demonstrationszug um 15 Uhr am Schwarzenbergplatz. Von dort aus zog die Menschenmasse über den Wiener Ring zum Maria-Theresien-Platz. Laut den Veranstalterinnen und Veranstaltern nahmen 15.000 Menschen in Wien teil, "und noch viel mehr in Österreich".
"Weil man uns die Zukunft klaut"
Die Beweggründe des Großprotests am Freitag: einerseits ein Zeichen gegen die Wetterextreme zu setzen, andererseits auf die kommende Nationalratswahl aufmerksam zu machen. Denn die Klimakrise sei auch hier längst angekommen.
- Bei der Demo wurde auch an die bevorstehende Nationalratswahl am 29. September erinnert.
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"Unwetter haben ganze Landschaften verwüstet, Felder überflutet und Existenzen zerstört", so im Fridays for Future im Rückblick die jüngste Hochwasserkatastrophe im Land. "Die immer häufiger und immer schlimmer ausfallenden Hitzewellen beeinträchtigen unsere Lebensqualität und kosten heute bereits tausenden Menschen das Leben", warnt man weiter.
An Wahlsonntag erinnert
Auch wurde an die bevorstehende Nationalratswahl am 29. September erinnert. "Es steht viel am Spiel, wir haben auch viel zu gewinnen", so die Initiatoren der Bewegung. "Wir sehen hier gerade der Klimakrise ins Gesicht. Wir sehen, sie wird zur Lebensbedrohung - das muss der Wendepunkt in der Klimapolitik sein", sagt Fridays for Future-Sprecherin Laila Kriechbaum.
- Schauplatz der Reden war das Russen-Denkmal Schwarzenbergplatz.
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Vor Ort wurde immer wieder an die Demo-Teilnehmenden appelliert, sich mit den kommenden Nationalratswahlen auseinanderzusetzen und bei jenen Parteien ein Kreuzerl zu machen, die sich auch für eine nachhaltige Klimapolitik einsetzen.
Redebeiträge gab es von der Initiative "Attac", Fridays for Future-Aktivisten und der Aktion "Fischacker bleibt". Auch bekannte Persönlichkeiten wie Schauspielerin Valeria Huber kamen zu Wort. "Rechte Politik darf niemals normal werden", so Huber in ihrer Rede. Zum Abschluss wurde der Platz zwischen den Museen - auch Zwidemu genannt - noch mit Musikacts bespielt.
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