Katholische Kirche im Salzkammergut
Predigt von Sabine Pesendorfer für 3. Mai 2026
- Sabine Pesendorfer.
- Foto: Pesendorfer
- hochgeladen von Kerstin Müller
Die Predigt für den 3. Mai 2026 stammt von Sabine Pesendorfer, Wortgottesleiterin und Begräbnisleiterin in Ohlsdorf, und beschäftigt sich mit Johannes 14, 1-12.
SALZKAMMERGUT. Jesus spricht mit seinen Freunden über sein nahes Sterben. Er möchte die Jünger auf diese Situation vorbereiten.
Hast du Angst vor dem Tod?
Viele Menschen fürchten sich davor. Oder genauer gesagt, was danach sein wird. Ein dunkler Abgrund? Ein Nichts? Eine Brücke? Hoffnung? Keiner von den Toten ist je zu uns zurückgekehrt, um davon zu erzählen. Doch Jesus sagt: „Hab keine Angst vor dem Tod. Hab Vertrauen! Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Ich bereite für euch eine vor. Und wenn sie bereit ist, komme ich zurück, nehme euch an die Hand und führe euch nach Hause.“ Wie gut tut es, das zu wissen. Wir brauchen nicht allein ins Ungewisse zu gehen. Nein, denn Jesus führt uns heim. Dorthin, wo wir erwartet und geborgen sein werden.
Eine Wohnung ist wichtig
Eine Wohnung, wo wir uns geborgen und wohlfühlen, ist jedem wichtig. Aber da jeder etwas anderes braucht, um sich wohlzufühlen, wohnt jeder anders. Jesus weiß, was wir brauchen, und so bereitet er schon alles vor. Ist das nicht wunderbar? Wir haben einen Platz, den Jesus für uns gerichtet hat, und er weiß, was wir brauchen. Ich gehe gerne auf Friedhöfe und sehe mir dort die Grabsteine an. Wenn eine ganz alte Person gestorben ist, dann denke ich: „Oh, wie schön, muss wohl diese Wohnung jetzt sein, schließlich hat Jesus ja so lange zum Vorbereiten gebraucht. Oder waren diese exquisiten Möbelstücke nur ganz schwer aufzutreiben, weil diese Person so wählerisch war?“ Aber es ist egal, wie kurz oder wie lange wir hier auf Erden leben dürfen oder müssen. Wir sehnen uns danach, einmal bei Gott zu leben, wo es keine Trauer, keine Schmerzen und keine Not gibt.
Aber gibt's das wirklich?
Das Leben nach dem Tod? Obwohl Jesus so klar und verständlich darüber sprach, haben auch die Jünger Zweifel. Da sagt Jesus: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben! Nur durch mich kommt ihr zum Vater!“ Wenn Jesus der Weg ist, soll man dann auf ihn herumtrampeln – oder? Um vorwärtszukommen, muss man einen Weg gehen! Jesus möchte, dass wir nicht irgendeinen Weg gehen, sondern dass wir mit ihm mitgehen. Wir sollen ihm auf seinem Weg nachfolgen. Den Weg zu Gott. Darum sagte Jesus auch immer wieder:
„Kommt und seht!“
Ja, und gesehen haben die Jünger mit ihm vieles. Zum Beispiel: Wie er auf Schwerleidende und Ausgestoßene zuging und ihnen half. Oder wie er sich zu unbeliebten, verachteten Menschen verhielt! Sie erlebten, welche Worte er verwendete, wenn es ums Verzeihen ging. Nur so konnten sie später in ähnlichen Situationen so handeln. Und wir? Wir haben zwar Jesus nicht erlebt und auch nicht gesehen, aber wir können jederzeit in der Bibel nachlesen, was er tat. Oder zuhören, wenn von Jesus gesprochen wird. Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Und je mehr ich das erkenne, desto mehr erkenne ich Jesus Weg! Als den „rechten“ Weg und meinen Weg hier auf Erden. Und ich brauche mich nicht fürchten vor dem Ende meiner Tage. Denn ich glaube fest daran, dass Jesus mich an die Hand nimmt und nach Hause führt.
Aktuelle Nachrichten aus dem Salzkammergut auf
Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.