Wenn der Traum vom Tanzen in Erfüllung geht

Mit der Tanzschule Body, Art & Expression Judith Elisa Kaufmann holte Riegler (hier im Duett mit Viktoria Luckinger) den Europameistertitel.
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WOCHE: Wann bist du nervöser, vor einem eigenen Auftritt oder vor dem deiner Schülerinnen?
Summy Riegler: Bei den ersten Auftritten der Jugendgruppe Summary-dancers Youngsters war ich fast aufgeregter als sie. Aber das möchte man als Lehrerin natürlich nicht zeigen. Wenn ich selbst auftrete, bin ich immer nervös, aber ich genieße jeden Moment auf der Bühne.

Wie viel Arbeit steckt hinter einem Zwei-Minuten-Stück, bis es auf der Bühne steht?
Bis eine Choreographie fertig ist, braucht es etwa 40-50 Arbeitsstunden. Gerade wenn Wettbewerbe anstehen, kommen zum regelmäßigen Training noch Wochenendproben dazu. Für eine gute Performance sind viele Jahre an Training notwendig.

Woher kommt deine Inspiration für Choreographien und Tänze?
Einmal im Jahr mache ich eine große Fortbildung in Wien. Dort versuche ich mich als Tänzerin zu entfalten, neue Stile auszuprobieren und genieße es, mal nicht Lehrerin zu sein, sondern nur zu konsumieren. Wenn ein Lied mich inspiriert, kommen die Schritte meist von selbst. Es braucht aber viele Stunden, bis ein Bühnenstück „perfekt“ ist.

Siehst du dich selbst noch als Tänzerin oder schon ganz als Lehrerin?
Beides. Durch meine vielen Unterrichtsstunden sind meine eigenen Trainingseinheiten begrenzt, aber sehr gezielt. Meine Schülerinnen und ihre Entwicklung stehen für mich als Lehrerin im Vordergrund – und das ist auch der Sinn der Sache, dass man sich mit Gelassenheit von seinen Schülern überholen lässt. Ich trete aber immer noch bei Wettkämpfen in der Wertungsklasse der Profis an und bin bei allen Auftritten vorne mit dabei.

Warum hast du dich für die Lehrer-Laufbahn und gegen die großen Bühnen entschieden?
Den Traum habe ich nach wie vor in mir, lebe ihn aber mit jedem Auftritt der Summary-dancers aus. Wenn Michael Jackson noch leben würde, würde ich mit ihm auf Tour gehen wollen. Aber da ich ein Familienmensch bin und meine Familie in Kapfenberg zuhause ist, habe ich mein Leben und meine Arbeit darum herum organisiert. Hier kann ich meine Berufung als Pädagogin und meine Leidenschaft, Tänzerin zu sein, kombinieren.

Was liegt dir bei der Ausbildung von Tänzern besonders am Herzen?
Leider ist es immer noch so, dass Tanz jeder unterrichten darf, man braucht in Österreich dafür keine Ausbildung. Man muss aber gut auf die Gesundheit der Kinder aufpassen, dazu braucht es viel Wissen über die Anatomie des Körpers. Ich denke, dass eine tanzmedizinische Ausbildung für jeden Lehrer verpflichtend sein sollte.

Was ist der schönste Moment im Leben einer Tanzlehrerin?
Ich liebe es, wenn meine Schülerinnen mit Freude in den Unterricht kommen, sich weiterentwickeln wollen und mit Begeisterung auf der Bühne stehen. Ich sehe außerdem, wie unsere Jugend mit Feuereifer darauf hinarbeitet, in die Profi-Gruppe Summary-dancers aufgenommen zu werden. Wenn Tänzerinnen von Jung bis Alt ihre Ziele verfolgen, sie erreichen und über sich selbst hinauswachsen - das sind für mich die schönsten Momente.

Mit der Tanzschule Body, Art & Expression Judith Elisa Kaufmann holte Riegler (hier im Duett mit Viktoria Luckinger) den Europameistertitel.
Die Kapfenbergerin mischt die österreichische Tanzszene auf.

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