Mariazell: Weil die Gondeln Flocken brauchen
- Bergbahnen-Chef Johann Kleinhofer mit der ersten Gondel, die schon zum Mariazeller Advent angeliefert wurde.
- Foto: Michael Maili
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Ohne private Investoren aus dem Mariazellerland würde es die neue Gondelbahn auf die Mariazeller Bürgeralpe nicht geben.
Rund zehn Millionen Euro verschlingt der Neubau der Gondelbahn auf die Bürgeralm und die neue Bergstation mit Bergrestaurant. Ein Drittel des Geldes kommt vom Land, ein Drittel wird über Banken fremdfinanziert und ein Drittel muss von privaten Investoren aufgetrieben werden.
Flocken für den Winter
Die Investoren vom Projekt zu überzeugen wurde in die Verantwortung vom Bergbahnen-Geschäftsführer Johann Kleinhofer gelegt. "Wir haben etwas Einzigartiges möglich gemacht. So einen Schulterschluss hat es in Mariazell selten zuvor gegeben. Allein die Vermarktung der 18 von 21 Gondeln hat 600.000 Euro in die Kassa gespült", erklärt ein stolzer "Kleini".
Hatte früher die GmbH zwei Gesellschafter, so sind es jetzt 15. Zehn Investoren haben zudem Nachrangdarlehen gezeichnet. "Und alle in der Gewissheit, dass es aufgrund der Folgeinvestitionen in den nächsten zehn Jahren keine Gewinnausschüttung geben wird. 2025 müssen die beiden Sessellifte erneuert werden", so Kleinhofer.
Die Bürgeralm braucht auch Flocken für die Piste, die sollen in Form von einer modernisierten Beschneiungsanlage garantiert werden. Das Gesamtprojekt umfasst 1,2 Millionen Euro. Das erste Drittel wird laut Kleinhofer über Crowdfunding, also Gruppenfinanzierung, ebenfalls mithilfe privater Investoren finanziert.
Bedanken möchte sich Johann Kleinhofer auch bei den Grundeigentümern der Bürgeralm für ihr Entgegenkommen. "Man spürt es förmlich, wie alle an einem Strang ziehen", so der künftige Bürgermeisterkandidat für 2020.
Der Liftbetrieb auf der Bürgeralpe wurde mit 17. März eingestellt. Jetzt regieren die Baumaschinen. Konkret soll bereits im Mai mit dem Bau der neuen Einseilumlaufbahn auf die Bürgeralpe begonnen werden. Der sogenannte "Bürgeralpe Express" wird mit 21 Achter-Kabinen der Firma Doppelmayr ausgestattet. Damit können in Zukunft 800 Personen in der Stunde vom Zentrum Mariazells auf die Bürgeralpe transportiert werden.
Ins Zentrum gondeln
In einer ersten Projektstudie wurde auch die Idee aufgebracht, die Gondelbahn nicht vom Stadtzentrum aus auf den Berg zu führen, sondern von der Sesselbahn-Talstation in St. Sebastian. "Obwohl die Kosten dafür höher sind, haben wir uns einhellig für die Talstation in der Wiener Straße ausgesprochen", erzählt Kleinhofer.
Mehr Infos zur Bürgeralpe gibt es hier
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