Woche der Landwirtschaft

Jakob Karner, Barbara Kiendlsperger, Elisabeth Hörmann, Florian Pretterhofer und Johann Eder-Schützenhofer
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  • hochgeladen von Angelika Kern

Die Woche der Landwirtschaft stand ganz im Zeichen der Bedeutung regionaler Lebensmittel.

Es mag überraschen, aber die Corona-Krise hat neben all den Entbehrungen und Auflagen auch ihre positiven Seiten: Heimische Lebensmittel aus der Region werden von der Bevölkerung wieder mehr geschätzt, immer mehr Konsumenten wollen künftig verstärkt zu regionalen Produkten greifen. Diesen erfreulichen Trend nutzt die Landwirtschaftskammer Steiermark und hat im Rahmen der "Woche der Landwirtschaft" die Bedeutung des Agrar- und Lebensmittelsektors in den Vordergrund gerückt. "Regionale Lebensmittel schaffen Arbeitsplätze, allein in der Steiermark sichert der Bereich Land- und Forstwirtschaft rund 60.000 Arbeitsplätze", erklärt Bezirkskammerobmann Johann Eder-Schützenhofer.
Und es könnten noch mehr werden, denn: "Werden nur um ein Prozent mehr regionale Lebensmittel statt internationaler konsumiert – das wären nur rund 3,50 Euro mehr im Monat – können so in der Steiermark rund 500 Arbeitsplätze geschaffen werden und die Regionen würden mit 18 Millionen Euro an zusätzlicher Wertschöpfung gestärkt werden", so der Kammerobmann.
Daher setzt die Kammer auf Aktionstage, so wie am vergangenen Freitag am Spar-Markt in Krieglach, bei denen Konsumenten die Produktvielfalt der heimischen Produzenten näher gebracht werden soll.

Obersteirische Molkerei

Ein Beispiel dafür, wie man im nachgelagerten Bereich von der Land- und Forstwirtschaft profitieren kann, ist die Obersteirische Molkerei mit Sitz in Knittelfeld. Hier wird der Rohstoff Milch zu verschiedensten Milch- und Käseprodukten veredelt; auf diese Weise werden rund 600 Arbeitsplätze gesichert. Obmann Jakob Karner: "Unsere Lebensmittel sind qualitativ hochwertig und absolut gentechnikfrei; sie entsprechen den höchsten Umweltstandards und werden mit den geringsten Umweltbelastungen hergestellt. Im Lagerhaus bieten wir zudem die gesamte Palette des landwirtschaftlichen Bedarfs, vom Saatgut bis zu den großen Landmaschinen."

Gütesiegel-Dschungel

Damit die Konsumenten zu heimischen Produkten greifen können, ist eine eindeutige Kennzeichnung wichtig. Dafür wurden in den letzten Jahren zahlreiche Gütesiegel ins Leben gerufen, das bekannteste ist wohl das AMA-Gütesiegel. "Auch das ist der Grund für unsere Aktionstage. Wir wollen Klarheit in den Dschungel der zahlreichen Gütesiegel bringen und den Konsumenten den Unterschied erklären", so Bezirksbäuerin Elisabeth Hörmann.
Ein Stiefkind in diesem Zusammenhang ist in vielen Fällen leider immer noch die Gastronomie, die dem Konsumenten oft keinerlei Information über die Herkunft der Lebensmittel gibt. "Dabei ist es das Recht des Konsumenten zu erfahren, wo Lebensmittel herkommen", so Karner.
Und natürlich darf auch die Anleitung zur richtigen Verarbeitung heimischer Lebensmittel nicht fehlen. Deshalb veranstaltet die Bezirkskammer immer wieder Kochkurse, conorabedingt gibts auch immer wieder Webinare, wo Interessierte von Zuhause aus mehr erfahren können. "Wir haben auch für den kommenden Winter schon ein kompaktes Bildungsprogramm zusammengestellt und in diesem Zusammenhang etwas Interessantes und natürlich auch Erfreuliches beobachtet: immer mehr Männer interessieren sich für unsere Kurse, jetzt haben wir erstmalig einen Anteil von 30 Prozent", freut sich Hörmann über diese Entwicklung.

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