08.01.2018, 11:08 Uhr

SPÖ bekommt nun viel zu tun

Sauer auf die Bundesregierung: Bgm. Peter Koch, NRAbg. Jörg Leichtfried und LAbg. Bgm. Stefan Hofer.

Die SPÖ sieht sich nach Beendigung der "Aktion 20.000" durch die Bundesregierung gefordert.

"Die neue Bundesregierung hat ihr wahres Gesicht schneller gezeigt als erwartet." Mit diesen Worten eröffnete NRAbg. Jörg Leichtfried am Montag eine Pressekonferenz, zu der er gemeinsam mit LABg. Bgm. Stefan Hofer und dem Brucker Bürgermeister Peter Koch relativ kurzfristig geladen hat. Anlass für den morgendlichen Ärger war das angekündigte Ende der "Aktion 20.000" durch die Bundesregierung, mit dem eigentlich speziell Arbeitslose über 50 Jahren wieder in den Arbeitsprozess integriert werden hätten sollen. "Die Aktion war maßgeschneidert für Arbeitssuchende über 50. Betroffene wären günstig wieder in den Arbeitsprozess integriert worden, hätten wieder einen regelmäßigen Rhythmus im Leben und damit einen Sinn gefunden. Das Ende dieser Aktion ist wie ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen", so Leichtfried.

Im Bezirk Bruck hätten auf diese Weise laut Leichtfried 100 bis 150 Menschen Beschäftigung gefunden, in der Steiermark wären dies rund 2.500 Personen gewesen, österreichweit gar 81.000. Die Kosten pro Person wären mit 100 Euro pro Monat auch relativ überschaubar gewesen. "Das war für unseren Bezirk eine der westlichsten Aktionen, da dies die einzige Gruppe an Arbeitslosen ist, die trotz allgemeinem Rückgang der Arbeitslosenzahl einen Zuwachs zu verzeichnen hatte", erklärt Peter Koch. "Da kommt noch einiges auf uns zu", befürchtet auch Leichtfried. "Wir können jetzt nur gemeinsam versuchen, Druck aufzubauen und zu retten, was noch zu retten ist."

Unsachlich, verantwortlungslos und unmenschlich ist für LAbg. Bgm. Stefan Hofer die Vorgangangsweise der Bundesregierung. "Wir hätten in Turnau über diese Aktion eine Angestellte in der Nachmittagsbetreuung zur Gänze finanzieren können, das wäre nämlich auch für die Gemeinde eine große Unterstützung gewesen. Wir, die SPÖ, werden so wie auch die Caritas noch viel zu tun bekommen", so Hofer.
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