Kampf gegen „Fake News“
Peter Klimek ist Wissenschafter des Jahres 2021

Der den Komplexitätsforscher Peter Klimek ist Wissenschafter des Jahres 2021. Der Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalist:innen  hat  den Physiker dazu gewählt.
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  • Der den Komplexitätsforscher Peter Klimek ist Wissenschafter des Jahres 2021. Der Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalist:innen hat den Physiker dazu gewählt.
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Der  Komplexitätsforscher Peter Klimek (39)  ist Wissenschafter des Jahres 2021. Der Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalist:innen  hat  den Physiker dazu gewählt. Grund: Seine professioneller Wissenschaftsvermittlung im Kampf gegen „Fake News“.

ÖSTERREICH. Insbesondere in Zeiten der Pandemie gab es zahlreiche Persönlichkeiten, die sich um die Verbreitung von wissenschaftlich fundierten Fakten verdient gemacht haben. Doch die Wahl zum Wissenschaftler der Jahres fiel auf ihn: Der Physiker Peter Klimek.  Der Komplexitätsforscher informiert seit Monaten in Fernsehen, Funk und Printmedien faktenbasiert über die Pandemie.  Peter Klimek  forscht an der Medizinischen Universität Wien und am Complexity Science Hub Vienna an neuen Methoden zur Analyse und Modellierung riesiger Datenmengen („Big Data“) in der Medizin – mit dem Ziel, die Gesundheit von Patientinnen und Patienten sowie die Effizienz und Nachhaltigkeit des Gesundheitssystems zu verbessern.

"Die Forschungsergebnisse vermittelt er der Öffentlichkeit kompakt und verständlich",

so der der Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalist:innen  in seiner Begründung:

"In der Covid-Pandemie wurde Klimek zu einem der wichtigsten heimischen Experten. Er scheut auch nicht davor zurück, bisweilen zweifelhafte politische Entscheidungen mit klaren Worten zu kommentieren."

"Müssen Gegengewicht schaffen"

Der diesjährige Preisträger, Peter Klimek:

“Wir müssen mit Evidenz ein Gegengewicht zu alternativen Fakten und bloßem Hörensagen schaffen. Hinter der Wissenschaft steckt ein Prozess mit Stärken und Schwächen, der allerdings der beste Prozess ist, den wir haben, und der uns als Menschheit extrem viel gebracht hat. Wenn man es kommuniziert, kann man Wissen auf verschiedenen Ebenen zugänglich machen, und dazu trägt Wissenschaftsjournalismus bei.“

„Die Stärke von seriösem Wissenschaftsjournalismus ist es, Fakten von Meinung zu trennen und politische Strandpunkte zu hinterfragen. Dadurch ermöglicht dieser Bürgerinnen und Bürgern informierte Entscheidungen und leistet einen wichtigen Beitrag zum Kampf gegen „Fake News“,

sagt Eva Stanzl, Vorsitzende des Klubs der Bildungs- und Wissenschaftsjournalist:innen.
 

Bereits 28. Ehrung

Der Klub nimmt die heuer bereits 28. Ehrung zum Anlass, um auf den Stellenwert der Vermittlung wissenschaftlicher Fakten durch fundierten, ausgewogenen Bildungs- und Wissenschaftsjournalismus aufmerksam zu machen.  Aus diesem Grund startet der Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalist:innen eine Initiative, um den Stellenwert des Bildungs- und Wissenschaftsjournalismus auch im Rahmen der geplanten Neuordnung der Medienförderung zu heben. Ausgearbeitet wird ein Konzept, das als Grundlage für Round Table-Diskussionen mit dem Wissenschaftsministerium und weiteren Stakeholdern dienen soll. Der Klub setzt sich bereits seit Jahren für die Idee ein, eine ausgewiesene Wissenschaftsredaktion mit angestellten Journalistinnen und Journalisten zu einem der Kriterien für die Presseförderung zu machen. Unterstützung kommt dazu von namhaften Forscherinnen und Forschern, etwa Umwelthistorikerin Verena Winiwarter, Preisträgerin 2013: 

 „Viele Medien behandeln Wissenschaft immer noch als Nischenthema und übersehen dabei, dass dieses Wissen längst zentral für die Gesellschaft geworden ist. Im Grunde ist alles Leben heute eine Frage (auch) für das Wissenschaftsressort.“ 

Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb, Preisträgerin 2005:

"Ziel der wissenschaftlichen Auseinandersetzung ist, Spreu vom Weizen zu sondern, und zwar auf der Basis der Meriten der jeweiligen Ideen, Hypothesen und Theorien. Wissenschaftsjournalismus muss diese Rolle der Wissenschaft als "Suchende", nicht "Wissende" verstehen und sich bemühen, die wissenschaftliche Diskussion für eine breite Öffentlichkeit verständlich zu übersetzen.“

Mathematiker Rudolf Taschner, Preisträger 2004: 

"Es kommt nicht auf Fakten an, sondern auf Versuche, Aspekte der Welt zu verstehen und aus diesen Versuchen Nützliches – wie immer dies zu verstehen sei – zu gewinnen. Skepsis will gelernt sein! Eben deshalb ist die in Österreich grassierende Wissenschaftsablehnung so schädlich." 

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