Mediziner warnen
Heuer ist mit schwerer Grippewelle zu rechnen

Mediziner rechnen heuer mit einer besonders starken Grippewelle. Aber auch andere Viren sind im Vormarsch. Man sei gut beraten, sich impfen zu lassen, Ende Oktober, Anfang November sei die beste Zeit dafür.
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  • Mediziner rechnen heuer mit einer besonders starken Grippewelle. Aber auch andere Viren sind im Vormarsch. Man sei gut beraten, sich impfen zu lassen, Ende Oktober, Anfang November sei die beste Zeit dafür.
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Mediziner rechnen heuer mit einer besonders starken Grippewelle. Aber auch andere Viren sind im Vormarsch. Man sei gut beraten, sich impfen zu lassen, Ende Oktober, Anfang November sei die beste Zeit dafür.

ÖSTERREICH. Monika Redlberger-Fritz ist Virologin an der Medizin-Universität Wien. Bei einer Pressekonferenz erklärt sie, warum sie besondres heuer dringlich zu einer Grippeimpfung rät. „Die Grippesaison steht vor der Tür, und auch wenn man sich letztes Jahr gegen Influenza hat impfen lassen, soll man heuer ab Ende Oktober, Anfang November auffrischen, denn der Impfschutz der Influenza hält nicht so lange an.“

Vorsicht bei Kroatienreise

Nachdem aufgrund Corona im vergangenen Jahr wenig Grippefälle in Österreich gemeldet wurden, rechnen die Mediziner heuer wieder mit einem starken Welle: „Derzeit grassieren Grippe-Viren nur sporadisch, aber etwa in Kroatien kam es bereits zu einem starken Ausbruch, wir raten daher allen Personen, die jetzt in Hinblick auf die Herbstferien dort hinfahren, sich impfen zu lassen.“

RSV-Viren am Vormarsch

Die Maskenpflicht könne zwar das Risiko minimieren, aber seit Sommer sei vor allem bei Kindern einen Anstieg an Infekten zu verzeichnen, vor allem an RSV-Viren. Das könne laut Medizinern zu schweren Kehlkopfentzündungen kommen, sowie Magen-Darm-Entzündungen. Bemerkenswert sei, dass dies heuer viel früher stattfinde, sonst treten die Infekte eher Ende Oktober und im November auf, sagt Kinderarzt Albrecht Prieler.

Infekte via Schmierübertragung

Andere Viren, wie etwa Schnupfen und Grippe, werden auch über Schmierinfektion übertragen. „Das heißt, wenn ein Kind in die Hand niest und dann wohin greift und dann ein anderes Kind ebenso dorthin greift, findet die Übertragung schon statt.“ Bei Kindern gibt es die Möglichkeit, sich via Nasenspray zu immunisieren.

Neun Kinder an Influenza gestorben

Rund 300.000 Impf-Dosen stehen auch heuer wieder gratis für Kinder von sechs Monaten bis 15 Jahren zur Verfügung, wobei ab zwei Jahren ein Nasenspray statt einer Spritze zum Einsatz kommt. 128 von 100.000 Grippe-infizierten Kindern kommen in Österreich in Spitäler. Trotz guter Gesundheitsversorgung gibt es auch hierzulande Todesfälle, warnte Maria Paulke-Korinek, Leiterin der Abteilung für Impfwesen im Gesundheitsministerium. In der Grippesaison 2017/18 starben neun Kinder an Influenza, im Jahr darauf fünf.

Risiko für schweren Grippe-Verlauf

Empfohlen ist die Impfung laut Paulke-Korinek prinzipiell für alle, aber besonders für Menschen mit Risiko für einen schweren Grippe-Verlauf, wie Kinder, Schwangere, Senioren und chronisch Kranke. Aber auch Personen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko, wie Gesundheitspersonal, Personal in der Kinderbetreuung, Personen in Gemeinschaftseinrichtungen oder mit viel Kunden- sowie Publikumskontakt und Reisenden, wird zu einer Influenza-Immunisierung geraten. Die Grippe-Impfung ist gratis.

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Monika Redlberger-Fritz ist Virologin an der Medizin-Universität Wien. Bei einer Pressekonferenz erklärt sie, warum sie besondres heuer dringlich zu einer Grippeimpfung rät. „Die Grippesaison steht vor der Tür, und auch wenn man sich letztes Jahr gegen Influenza hat impfen lassen, soll man heuer ab Ende Oktober, Anfang November auffrischen, denn der Impfschutz der Influenza hält nicht so lange an.“

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