Studienabschluss zum Bachelor of Arts.
Aller guten Dinge sind bei Stefan Haring drei

Seine Liebe gehört Italien und Sturm Graz

STAINZ. - Seine sonor-prägnante Stimme hat hierzulande schon durch manche Publikumsveranstaltung geführt, mit seinen Durchsagen treibt der Stainzer Stefan Haring als Stadionsprecher die Fans des SC Kalsdorf - jüngst beim Cupsieg gegen den Bundesligisten Altach – zu Begeisterungsstürmen und mit ebendieser Stimme beliefert der 35-Jährige im Rahmen seiner Tätigkeit bei Radio Content Austria (RCA) österreichische Privatsender (etwa Antenne Steiermark) mit den neuesten Nachrichten, Meldungen und Interviews.
Aber nicht die Stimme soll im Mittelpunkt dieses Berichtes stehen, sondern seine akademischen Leistungen. Denn es fällt in die Kategorie außergewöhnlich, dass ein junger Mensch auf drei abgeschlossene universitäre Ausbildungen verweisen kann. „Damals war die Situation auf dem Arbeitsmarkt nicht gerade rosig“, begann Stefan Haring – quasi als wissenschaftliche Berufsvorbildung in den Fachgebieten Publizistik und Kommunikationswissenschaft - sein Romanistik-Studium an der Karl-Franzens-Universität in Graz, das er 2010 nach kurzer Studienzeit mit dem Titel „Bakk. phil.“ erfolgreich abschloss.

Italien-Fan

Das war dem ehrgeizigen Studenten als Ausbildung aber nicht ausreichend, er wandte sich dem geistes- und sozialwissenschaftlichen Italienisch-Romanistik-Studium zu, das er 2014 mit dem Magisterium der Philosophie erfolgreich beendete. Um den Ernst seines Studienansatzes zu beschreiben: Einen Teil des Studiums absolvierte er im italienischen Siena, er verdingte sich als Kursleiter für Sprachreisen und praktizierte die italienische Sprache bei jeder sich bietenden Gelegenheit. „Ich bin ein Italien-Fan“, wollte er der Sprache mächtig sein und sich so nebenbei auch die Berufschancen verbessern.
Klingt kurios, hat aber mit dem Studienplan an der Uni Graz zu tun: Bereits 2009 hatte der ehemalige BORG-Deutschlandsberg-Absolvent mit dem Studium der Transkulturellen Kommunikation begonnen. Nachdem er mittlerweile einen fixen Arbeitsplatz hatte, betrieb er das Studium quasi auf Sparflamme. Im Jahr 2011 änderte die Universität ihre für zehn Jahre geltenden Inhalte im Studienplan. Wollte Stefan Haring also sein Studium nach den alten Richtlinien abschließen, musste er Gas geben. Das tat er nun mit Erfolg: Vor kurzem schloss er sein Studium, das ihm die Arbeit als Übersetzer erleichtert, mit dem Titel Bachelor of Arts (BA) erfolgreich ab.
Die große Herausforderung war stets, Beruf und Studium zu vereinbaren. Oft stand der Dreifach-Akademiker ab fünf Uhr im Studio, um ab 11 Uhr im Hörsaal der Universität zu sitzen. Nicht immer bekam er vom Arbeitgeber für die nötigen Vorlesungen frei. Die Zeit der Pandemie war auch nicht gerade hilfreich, etwa die Hälfte der Prüfungen musste er zwar „faccia a faccia“ (von Gesicht zu Gesicht) mit der Kommission, aber online absolvieren. „Der Arbeitsaufwand war eher höher“, konstatiert Stefan Haring seinen Professoren eine humane Herangehensweise.

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