Schwelgen in der Erinnerung
Gemütliche 70-er-Feier von Reinhold Gratt
- Zwischen Bild und Foto liegen wohl 45 Jahre Unterschied
- hochgeladen von Gerhard Langmann
70-er-Schilder, wohin man auch blickte: Reinhard Gratt feierte in Stallhof, wo er seine Jugend verbrachte, seinen runden Geburtstag im Kreise von Verwandten, Freunden und Wegbegleitern.
STAINZ. Es war klar, dass ein geselliger Mensch wie Reinhard Gratt seinen runden Geburtstag nicht verstreichen lassen würde, ohne Verwandte, Freunde und Wegbegleiter zu einem gemütlichen Zusammensein einzuladen. Als Location diente das Haus von Tochter Nadine in Stallhof, wo ab dem Vormittag ein Kommen und Gehen herrschte. „Bitte keine Geschenke mitbringen“, hatte der Jubilar in die Einladung geschrieben, der Wunsch wurde allerdings nicht von allen beherzigt. Was alle Gäste jedoch einte, war der Blick in die Vergangenheit. Am Schmökertisch waren Bilder, Erinnerungsstücke und Utensilien aufgelegt, die gerne als Basis für ein „Kannst du dich noch erinnern?“ herangezogen wurden. Es herrschte im Nu eine Stimmung, die dem seinerzeitigen Sitzen am Stammtisch, dem gemeinsamen Spaß beim Fußball oder der früheren Ausgelassenheit in Freundeskreisen sehr nahekam. Das „beim Essen und Trinken kommen d’Leit zsamm“ erfuhr jedenfalls eine sehr persönliche Bestätigung. Das Moll zum Schwelgen in der Vergangenheit? Das T-Shirt des Geburtstagskindes mit dem aufgedruckten 70-er.
Blick in das Lebensbuch
In Stallhof aufgewachsen, erlernte Reinhard Gratt den Beruf des Zimmermanns. Recht bald zog es ihn aber in die Welt hinaus, er diente als UNO-Soldat (die Blauhelme wurden dafür 1988 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet) in Zypern. Eine seiner beruflichen Stationen war Rußland, wo er seine Frau Tatjana kennenlernte, die er 1995 heiratete und mit der er die Töchter Nadine und Mascha großzog. Seine letzte berufliche Beschäftigung fand er bei Epcos, wo er 2016 in Pension ging. Ein Rückblick ohne Sport? Undenkbar. Reinhard Gratt begann in der Leichtathletik, wo er für den ATSE Graz im Kugelstoßen Landes- und Staatsmeistertitel holte. Danach rückte jedoch Fußball in den Mittelpunkt. Nach seiner Aktivzeit beim SC Stainz übernahm er erfolgreich Traineraufgaben im Nachwuchsbereich. Sein großer Stolz: Aus seinen Teams brachte er zwei Bundesliga-, zwei Landesliga- und etliche Erste-Kicker heraus. Daneben fand Reinhold Gratt Zeit, sich in der FF Stallhof, der Jungen SPÖ und dem ÖKB zu engagieren. Auch ein Teil seines bewegten Lebens: die Arbeit als Brater beim Münchner Oktoberfest.
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