Bösartige Faulbrut
Gefahrenzone im Bezirk Deutschlandsberg festgelegt
- Die Amerikanische Faulbrut ist eine gefürchtete Krankheit bei Imkerinnen und Imkern.
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An einem Bienenstandort in Wohlsdorf im Bezirk Deutschlandsberg ist die Bösartige Faulbrut bei Honigbienen aufgetreten. Die Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg hat daraufhin eine Zone mit einem Radius von drei Kilometern festgelegt, in der alle Bienenvölker als verdächtig gelten.
WOHLSDORF. Für die betroffene Zone in Wettmannstätten gilt nun: Bienenvölker dürfen aus der Zone nicht ausgebracht und nur mit Bewilligung der Behörde in die Zone eingebracht werden. Alle Besitzerinnen und Besitzer haben die Anzahl und den Standort ihrer Bienenvölker unverzüglich bei der Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg zu melden.
„Aus heutiger Sicht ist nicht abschätzbar, bis wann mit einer Aufhebung der Verordnung zu rechnen ist“, teilt die Deutschlandsberger Bezirkshauptfrau Doris Bund auf Anfrage von MeinBezirk mit. Sie kann beruhigen: „Es gibt derzeit keine Hinweise, dass die Bösartige Faulbrut an weiteren Standorten aufgetreten ist.“
Zur Krankheit
„Die sogenannte Amerikanische Faulbrut ist eine ganz gefürchtete Krankheit, eigentlich die schlimmste Bienenkrankheit, die man sich vorstellen kann“, erklärt uns der Imker Willibald Schenekar vom Bienenzuchtverein Leibnitz. Wie es in jedem gesunden Körper Viren, Bakterien und Krankheitserreger geben kann, können auch im Bienenvolk Sporen der Faulbrut vorhanden sein – normalerweise kommt die Krankheit aber nicht zum Ausbruch, weil die Bienen stark sind und sich dagegen rüsten können.
Ist ein Bienenvolk aber schlecht betreut, wurde der Wabenbau zum Beispiel lange nicht erneuert oder die Bienen zu spät gefüttert, kann die Faulbrut ausbrechen. „Es gibt zahlreiche Fehler, die man machen kann. Dann haben die Bienen keine Chance mehr“, so Schenekar.
- Willi Schenekar ist mit großer Leidenschaft Imker
- Foto: MeinBezirk/W. Fischer
- hochgeladen von Waltraud Fischer
Bricht die Krankheit aus, muss sie beim Veterinäramt angezeigt werden, daraufhin wird ein Bienensachverständiger beauftragt, der dann die Sanierung einleiten muss. Oft kommen bei dieser Sanierung Feuer oder Natronlauge zum Einsatz. Weil Bienen die Krankheit verschleppen können, wird das betroffene Gebiet gesperrt. Um die Faulbrut zu bekämpfen, werden die Bienen abgekehrt und auf Mittelwände gesetzt. Ein komplett neuer Wabenbau muss her, die Bienen kommen häufig in Kellerhaft.
Damit keine Sporen in den neuen Kasten gelangen, müssen die Bienen ihre Futtervorräte aufbrauchen. Erst wenn ihre Honigblase entleert ist, können sie in den neuen Wabenbau einziehen. Nach Abschluss der Sanierung wird das Gebiet wieder freigegeben.
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