Aufführung Dachbodentheater
Das EKIZ-Theater zeichnete „König der Löwen“ nach
- Das Löwenrudel im Kontakt mit dem Publikum
- Foto: Gerhard Langmann
- hochgeladen von Gerhard Langmann
Theater zieht die Grenzen neu: Bei der Aufführung der EKIZ-Theatergruppe im Dachbodentheater präsentierten sich die Kinder als tanzende, singende und sprechende Löwen.
STAINZ. Es ist mittlerweile schon Gewohnheit, dass das Eltern/Kind-Zentrum Stainz die Ferienzeit für das Einstudieren eines Theaterstücks nutzt. „Da kommen Kreativität, Freude und Kultur zusammen“, sieht Leiterin Ilvi Leitinger im künstlerischen Schaffen einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung von Einfallsreichtum und Phantasie. Als Gestalterin der Theaterwoche hat sie sich wie im Vorjahr Sing Sang Sonja (Pöschl) geholt, die mit den Kids das Stück Hakuna Matata (in der Sprache Swahili Kein Problem), das durch den Disney-Film König der Löwen Weltberühmtheit erlangt hat.
Die Sprecher und Darsteller in der Aufführung im Dachbodentheater waren aber keine Hollywood-Größen, sondern Kinder von fünf bis 12 Jahren. Als Schauspielende machten Jana (Erzählerin), Jakob (junger Simba) und Tobias (Mufasa und erwachsener Simba), Julian (Scar), Christina (Rafiki), Laura (Nala), Hannah (Sarabi), Elisa, Frida, Johanna, Katharina, Leonora, Lina, Miriam und Ronja (Löwenherde) das hinterhältige Spiel von Scar mit seinem Bruder König Mufasa zu einem lebendigen und ursprünglichen Erlebnis.
Happyend mit Freundin Nala
„Bitte Handy abschalten und ohne Blitz fotografieren“, lautete die Vorgabe an das Publikum, das in der Folge von Sing Sang Sonja willkommen geheißen wurde. „Es gibt mehr zu sehen, als man je sehen kann“, stiegen danach die als Löwen und Löwinnen verkleideten Kinder in das Geschehen ein. Tänzerisch bildeten sie jenen Kreis, der im Stück als der ewige Kreis des Lebens angesprochen wurde. Dabei ist jedes Tier wichtig, und sei es noch so unbedeutend. Simba, ebenfalls klein, stand als Sohn von Löwenkönig Mufasa die Zukunft des Nachfolgers und Herrschers offen.
Aber er geriet in die Abhängigkeit zu Onkel Scar, der selbst König der Löwen werden wollte und dabei auch nicht vor der Tötung seines Bruders zurückschreckte. „Nach einigen Jahren bist du ein erwachsener Löwe“, lotste Freundin Nala ihren Freund Simba nach einem unliebsamen Abenteuer bei den Hyänen zurück in sein Land. „Kann es wirklich Liebe sein?“, kann Simba sein Glück nicht fassen, von allen Löwen und Löwinnen erfreut aufgenommen zu werden. „Wir sind alle frei“, regierte er fortan das Rudel nach dem Gesetz der Natur und im Zeichen des ewigen Kreises. Die Zugabe-Rufe am Ende der Aufführung konnten natürlich nicht ignoriert werden, die Kinder zeigten sich oben/unten, vorne/hinten, rechts/links und einfach überall voller guter Laune und brüllten dabei wie ein Löwe.
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