Kindergemeinderäte-Workshop in Stainz
- Die jungen Leute stehen zum Stainzer Kindergemeinderat.
- Foto: Susanne Veronik
- hochgeladen von Gerhard Langmann
26 Kinder waren beim ersten Workshop für den Kindergemeinderat in der Stainzer Hofer-Mühle.
STAINZ. „Ihr seid super!“ Ulrike Elsneg von der Landentwicklung Steiermark zeigte sich beim Workshop am vergangenen Freitag von den Talenten der Kinder angetan. Zum Eingang gab es eine Vorstellungsrunde, die in einen Memory-Kreis mündete. „Sagt hintereinander die Vornamen eurer Mitspieler auf“, lautete die Aufgabe, wobei das Begleitteam Petra Rainer (SP), Beatrice Saurer (VP), Friedrich Scheer (FP) und Günther Fließer (Turnverein) eingeschlossen werden musste. Erstaunlich, in welch kurzer Zeit sich die Kinder die Vornamen eingeprägt hatten.
Fragen über Fragen
Nach dem Spiel die Arbeit: Die Kindergemeinderäte in spe mussten – aufgeteilt in drei Gruppen – eine Bestandsaufnahme für Stainz erstellen. Was gibt es alles in Stainz? Was hat es einmal gegeben? Was hättet ihr gerne? Was brauchen wir für die Umsetzung? Der Baum auf dem Flipchart war vorgezeichnet, die Feststellungen, Antworten und Wünsche wurden als rote, gelbe, weiße und grüne Blätter auf die Äste des Baums geklebt.
Dann der große Moment: Die Kinder stellten ihre wichtigsten Anliegen vor. Wasser, Zusammenarbeit, Spaß war da von der ersten Gruppe zu hören, während die zweite Umwelt, Geschwindigkeitsbeschränkung und Fahrradwege aufzeigte und sich die dritte Gruppe für Pferdehof, Erzherzog Johann und Kino entschied. „Die Bäume werden gut aufbewahrt“, beruhigte Ulrike Elsneg, dass kein Vorschlag in Vergessenheit geraten würde.
Wahl Anfang 2022
Nach der Pause gab es so etwas wie eine Ethikbesprechung oder – um in der Diktion der Kinder zu bleiben – eine Festlegung der Spielregeln. „Weitere Workshops werden folgen“, mahnte die Mediatorin für die Zukunft ein – der Begriff untadelig wurde nicht verwendet – ein umgängliches Verhalten ein. Die Kinder halfen mit, den Katalog zu erstellen: nicht herumschreien, nach Erklingen der Glocke leise sein, aufeinander aufpassen, sich nach einem Fehler entschuldigen, keine Gewalt anwenden, Teamarbeit, zuhören, wenn ein anderer spricht, Handy im Rucksack lassen und pünktlich sein. Und wenn sich einer nicht daranhält? Das „Kopf in Kloschüssel“ fand keine Mehrheit, es blieb beim Einmahnen einer Entschuldigung. In würdiger Form setzten alle Teilnehmer ihre Unterschrift unter die Deklaration mit den angeführten Verhaltensregeln.
„Den Termin für den nächsten Workshop kriegt ihr rechtzeitig von euren Begleitern/innen“, verriet Ulrike Elsneg, dass die Wahl des Kinderbürgermeisters für Anfang 2022 vorgesehen ist. Mit einem Abschiedsspiel ließ sie den Workshop ausklingen.
„Der Erstvortrag war nicht besonders“, gab Klara (10) aus Gruppe 1 zu, beim Besuch des Begleitteams in der Schule vom Mitmachen überzeugt worden zu sein. Vor allem deshalb, weil sie viele Ideen umzusetzen wüsste. „Mit liegt g’scheite Politik am Herzen“, gab Florian (11) aus der zweiten Gruppe zu, gerne mit gleichgesinnten Kindern zusammenzuarbeiten. Gleich recht konkret wurde Maja (12) aus der Dreier-Gruppe: Sie wünschte sich ein Jugendzentrum und langsamere Autofahrer auf der Straße durch Stallhof.
Das waren die Vorarbeiten:
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