Die große Herausforderung Amerika

In den USA hatte Dorina Klinger (rechts) bisher einige Gründe zu jubeln.
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Das Spring Hill College in Mobile wird als die Uni geführt, in der man im US-Bundesstaat Alabama am schwersten aufgenommen wird. Seit August studiert die Frauentalerin Dorina Klinger dort Marketing Management, auf sich aufmerksam machte sie aber mit ihren Leistungen beim Volleyball. Mit dem Team des Colleges, den „Badgers“ (auf Deutsch: Dachse), feierte sie in 20 Meisterschaftsspielen 19 Siege, erzielte dabei mit 113 Blocks die meisten aller Spielerinnen in der Southern Conference. Der Mittelblockerin gelang gleich im ersten Jahr der Sprung ins dortige Team der Saison, Klinger wurde zudem als Newcomer des Jahres ausgezeichnet.

Wertvolle Starthilfen

Obwohl einzige Legionärin in ihrer Mannschaft, hatte sie wenig Probleme sich in den USA zurecht zu finden. „Jeder hat sich gleich um mich gekümmert, das hat mir sehr geholfen“, erzählt die 18-Jährige von ihren Anfängen. Das Essen war eine Umstellung für sie, da es viel mehr Überbackenes gibt als bei uns. „Aber kann man sich schon das richtige rauspicken, um sich als Sportler gesund zu ernähren.“ Die Unterstützung ihrer Familie war ihr immer sicher. „Vor allem in der Vorbereitungszeit, wo ich alle möglichen Tests machen und alles organisieren musste, damit ich rüberkomme“, erzählt sie dankbar. „Da haben sie mir extrem unter die Arme gegriffen.“ Sie ist auch über dem großen Teich ständig in Kontakt, erhält Hilfe und Tipps, wo es nur geht.

Reizvolle Aufgaben

Sportlich ist die Familie Klinger ja durchwegs und die älteste Tochter bildet da keine Ausnahme. Dorina beherrscht einige Sportarten, nach eigener Einschätzung war sie neben Volleyball im Ski fahren noch am besten. „Ich bin dann in Graz auf die HIB Liebenau gegangen, da war es schwieriger mit dem Ski fahren.“ Also probierte sie Volleyball aus, obwohl sie vorher nur Einzelsportarten betrieben hatte und einem Mitwirken in einem Teamsport eher skeptisch gegenüber stand. „Weil ich recht zielstrebig bin und für meine Leistung verantwortlich sein will.“ Sie fand dann aber heraus, dass sie das dort genauso kann. „Mir hat das einfach getaugt, in einem Team gut zu sein“, erzählt die Frauentalerin, die die Herausforderung liebt. Das ist auch der Grund, warum sie lieber am Sand spielt. „Wenn man in der Halle nicht gut spielt, kann man immer wen auswechseln“, erklärt sie. „Am Beach muss man selber soweit sein, dass man sich wieder konzentriert und aus einer schlechten Phase herauszieht.“ Was für andere wie Druck erscheinen mag, stellt für Klinger eine Herausforderung dar, die sie gerne annimmt. In der Halle fühlt sie sich außerdem eingeschränkt, da jede Position nur ein paar Aufgaben hat. „Ich als Mitte muss blocken und angreifen und das war’s.“ Am Sand muss man einfach alles können, laut Klinger ein Allroundvolleyballer sein. „Das finde ich anspruchsvoll, aber lustig.“

Backup-Plan

Wo ihre Zukunft liegt, weiß sie nicht, aber am liebsten wäre ihr natürlich im Beachvolleyball. Bisher hat es immer gut geklappt nebenbei zur Schule zu gehen bzw. zu studieren, daher will sie ihr Studium unbedingt abschließen, um im Notfall darauf zurückgreifen zu können. „Aber ich würd’s gern probieren, dass ich es mit Volleyball schaffe“, erzählt Klinger von ihren Plänen.

Ab auf den Sand

Seit einer Woche ist sie wieder in den Staaten, mitten in der Vorbereitung fürs Frühjahr. Von März bis Mai werden in Amerika Beachturniere mit dem College gespielt. „Wir spielen dort mit sechs Teams. Ich möchte auf jeden Fall ins Einserteam kommen und immer die besten und anspruchsvollsten Gegner haben“, verrät Klinger ihre nächsten Ziele. Im Sommer heißt es dann statt Frauental Wien, wo sie mit Nationalteam und Verein weiterbeachen wird. „Ich will mich auf der Damentour vorne rein spielen.“ Unter den besten in ihrem Alter zu sein, ist für sie sowieso Voraussetzung. „Ich will auch unter die besten Damen kommen. Gern unter die Top 32, damit ich bei der Staatsmeisterschaft einen Fixplatz habe.“ Dann könnte man wieder von Dorina Klinger hören.

Autor:

Simon Michl aus Deutschlandsberg

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