19.05.2017, 15:32 Uhr

Pointierter „Sommertraumhafen“ zu Gast in Stainz

Das Klavier wollte nicht so, wie Annika Pilstl es gerne wollte
Stainz: Dachbodentheater |

Auch Puppen machten das Dachbodentheater ziemlich voll.

Dass es kein gewöhnliches Klavier war – wie die Schauspielerin Annika Pilstl anmerkte – verstand sich von selbst. Denn welches Klavier kann sich selbst verschließen, Papierfutzerl ausspucken und die Töne selbst spielen? Gerade der Bohrer brachte das Klavier zum Spielen. „Es will, dass man ihm zuhört.“
Was man in der Folge gerne machte, denn es erzählte von Gräsern und Blumen auf einer Sommerwiese. Und von Ameise, Hamser und Eichhörnchen, die Vorräte sammelten, während die Grille Geige spielte. Und im Winter? Da saßen Ameise und Eichhörnchen im gemütlichen Bau, während der Grille fast die Glieder abfroren. Einzig der Hamster zeigte sich als Freund und lud die Grille in seine Wohnung ein. Aber wie es mit dem Lied der Grille weiterging, wusste nur das Klavier.
Um Tierisches ging es auch am darauffolgenden Dienstag, als sich Cornelia Fritzsche mit ihrer Rattendame Ursula von Rätin in scharfzüngiger Manier der Dinge des Alltags annahm. Was tun, wenn man mit Thorsten einen einäugigen Ratterich kennenlernt? Kein Auge draufwerfen und die einseitige Betrachtung beenden. Da ist es schon besser, bei der Hochzeit von Mandy & Ronnie, pardon: die schau’n ja aus wie Hänsel und Gretel, dabei zu sein. Aber Anker werfen bedeutet stecken bleiben und wer möchte das schon? Besonders, wenn es so viele andere Schiffe im Hafen gibt. Und überdies: Wie schaut es denn in einer sächsischen (die Schauspielerin stammt aus Dresden) Durchschnittsehe aus? Wenn es sich herausstellt, dass die Frau mehr über Mats Hummels, Libero und Abseitsregel weiß als der Mann. Aber die Ehe kann auch schön sein: Ich bin heute so frei - mich zu verschenken – ganz egal – was die anderen denken.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.