18.11.2016, 16:57 Uhr

Theater im Kürbis-Bühne frei für „Die Wunderübung“!

Die Darsteller mit Regisseur Peter Eisner (2. v. r.)

Verbaler Schlagabtausch im Planschbecken


Und wieder ist ein Paar in eine klassische Krise geschlittert. Mit diesem Thema beschäftigt sich die letzte große Eigenproduktion der Kulturinitiative Kürbis Wies in diesem Jahr. Regisseur Peter Eisner inszeniert die Komödie „Die Wunderübung“ von Daniel Glattauer, einem zeitgenössischen österreichischen Autoren, in einer etwas verkürzten Form.


(jf). Ein transparenter Stuhl, zwei Stauboxen, ein Absperrband – das Mobiliar des Therapierzimmers ist karg und auf das Wesentlichste reduziert. Nur drei Darsteller teilen sich die Bühne. Die Komödie über die Fallstricke des Beziehungs- und Zusammenlebens behandelt den Fall eines Paares, das nach 13 Jahren der graue Alltag eingeholt hat. Der Rettungsanker wird ausgeworfen, man setzt auf professionelle Hilfe. Persönliches Wiedererkennen ist nicht ausgeschlossen...
Geladen betreten Joana (Andrea Jöbstl-Prattes) und Valentin (Daniel Schuster) den Raum, denn auf der gemeinsamen Autofahrt hat es wieder einmal Streit gegeben. Und nun der Besuch beim Therapeuten (Stefan Eisner). Denn das Paar steckt in einer tiefen Krise. Sie wirft ihm vor, sich vor der familiären Verantwortung ihr und den beiden Kindern gegenüber zu drücken. Alles bleibe an ihr hängen. Er wirft ihr vor, dass das nicht stimme. Sein Problem ist, dass ihm Joana für alles die Schuld in die Schuhe schiebt. Auch die zwölfjährige Tochter übt auf ihn Druck aus. Doch aufgeben tut man bekanntlich nur einen Brief. Joana und Valentin entscheiden sich für eine Paartherapie.
Der Riss in ihrer Beziehung wird auch auf der Bühne markiert. Ein rotweißes Absperrband teilt sie in zwei Bereiche. Dazwischen agiert der erfahrene und engagierte Therapeut, der jedoch bald feststellt, dass die üblichen Übungen nicht greifen, sondern dass er bei Valentin und Joana tiefer in die Trickkiste greifen muss, als bei anderen Paaren.
Der Einstieg des Publikums in die Komödie erfolgt mit der ersten Therapiesitzung. Irgendwann sitzen Valentin und Joana, die sich beim Tauchen in Ägypten im Wasser kennengelernt haben, wie Kinder in Planschbecken und werfen sich gegenseitig verbale und bunte Bälle zu. Keiner bleibt dem anderen etwas schuldig. Die drei Darsteller sind von Beginn an bis zum Schluss auf der Bühne präsent. Das Stück wird lediglich von einer „Beratungspause“ unterbrochen.
„Die Wunderübung“ hat am 18. November 2016 mit Beginn um 20 Uhr im Theater im Kürbis in Wies Premiere. Die Komödie von Daniel Glattauer wird weiters am 23., 25., 26. und 30. November sowie am 2. und 3. Dezember, Beginn um 20 Uhr, gegeben. Am 27. November beginnt die Aufführung um 17 Uhr.
Kartenreservierung: 03465/7038, 0664/1615554, www.kuerbis.at, kuerbis@kuerbis.at, facebook.com/kuerbiswies

Fotos: Josef Fürbass
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