29.10.2017, 13:49 Uhr

Sparkassen-Tipps gegen die „Böse Null“

Guido Mauerhofer moderierte den Kundenabend
Stainz: Sparkasse |

Börsenabend für Kunden und Interessierte im Kassensaal in Stainz.

Eingangs hieß Individualkundenbetreuer Guido Mauerhofer als Moderator die Gäste im vollbesetzten Kassensaal willkommen. Bürgermeister Walter Eichmann scherzte, sich als Kenner des Marktes Stainz, aber nicht der internationalen Märkte zu verstehen.
Von der langen Tradition des Weltspartages sprach Wolfgang Schrei, der Leiter der Region Süd- und Weststeiermark. „Die Idee geht auf den Sparkassenkongress 1924 in Mailand zurück“, stellte er einen ungebrochenen Hang der Österreicher zum Sparen für alle Lebensabschnitte fest.
Die Wirklichkeit einer Veranlagung im Sparbereich veranschaulichte Monika Jung, Leiterin des Wertpapiergeschäftes der Steiermärkischen Sparkasse, mit Ziffern. „Aus 10.000 Euro wurden 8.862“, rechnete sie die aktuelle Inflation in die Rendite ein. Drei Eckpunkte nannte sie für ein Investment: auf lange Sicht veranlagen, Werte breit streuen, ausgewählte Strategie beibehalten.

Die „Böse Null“ stellte Manuel Brunner, Asset-Manager der Deutschen Bank in Österreich, als Begleiterin auch der nächsten Zeit vor. Er meinte damit das niedrige Zinsniveau bis hin zu den Negativzinsen, das staatlichen Einrichtungen – auch ohne Einrechnung der Inflation - gegenüber privaten Investoren einen Vorteil einräumt.  Dennoch seine Feststellung: „Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Euro gerettet.“ Wenn auch im so genannten Schildkrötenzyklus. Dieser Zyklus, so Brunner, werde als nächste Schritte eine Aufhebung der Anleihenankäufe (die monatliche Summe wurde bereits halbiert) und eine schrittweise Anhebung des Zinsniveaus durch die EZB bringen.
Wie sollte man auf diese Entwicklung reagieren? Auf ausgewählte Regionen, Währungen und Sektoren setzen. Als Regionen nannte er China, Europa mit dem Schwerpunkt Deutschland, Schwellenländer und Asien, bei den Sektoren machte er sich für Automobilindustrie, Finanzsektor und Technologiebereich stark. Immer mit der Betonung auf gute Unternehmen mit jahrzehntelanger Tradition.
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