Ein Leben für das perfekte Schnitzel

Ein Gastro-Imperium auf Kurs: Gerhard und Gabriele Stangl zeigen seit Jahrzehnten, wie familiäre Systemgastronomie funktioniert. Expansionspläne bleiben stets ein Thema.
  • Ein Gastro-Imperium auf Kurs: Gerhard und Gabriele Stangl zeigen seit Jahrzehnten, wie familiäre Systemgastronomie funktioniert. Expansionspläne bleiben stets ein Thema.
  • Foto: Jorj Konstantinov
  • hochgeladen von Christoph Hofer

1,7 Millionen verkaufte Schnitzel pro Jahr, dazu 175 Tonnen verarbeitetes Fleisch: beeindruckende Zahlen, die sich aber nicht auf den Jahreskonsum der Österreicher beziehen, sondern auf den Jahresverkauf in sämtlichen Filialen der "3 Goldenen Kugeln".
In den vergangenen Jahren ist das Gastro-Imperium, ausgehend von Graz, massiv angewachsen, die Lust auf Schnitzel und Cordon bleu ist scheinbar ungebrochen. Ganz zur Freude von Gerhard Stangl, der den Familienbetrieb vor mehr als 20 Jahren gegründet hat. Der Weg in die Gastronomie war für den gebürtigen Lebringer, der mittlerweile in Semriach seine Zelte aufgeschlagen hat, aber nicht unbedingt vorgezeichnet.

Vom Video zum Schnitzel

"Ich wollte immer selbstständig sein, habe schon im Alter von 22 Jahren ein Textilgeschäft aufgemacht und danach eine der größten Videotheken geführt", erinnert er sich zurück.
Das Gastro-Engagement kam dann quasi aus dem Nichts. "Meine Gattin Gabriele und ich waren früher oft in der Heinrichstraße im Lokal ,Zu den 3 goldenen Kugeln‘ essen, eines Tages fragten uns die Besitzer, ob wir übernehmen wollen."

Keine Ahnung von Gastro

Gesagt, getan: Über Nacht wurden die Stangls, deren Kinder alle im Betrieb mitarbeiten, zu Gastronomen, und das, obwohl sie anfangs "keine Ahnung vom Geschäft hatten". Der Rest ist Geschichte, eine echte Erfolgsgeschichte sogar. "Wir wurden vom ersten Tag an überrannt. Die Leute schauten bei uns fern, spielten Billard und genehmigten sich ein Schnitzel."
Expansionsgedanken prägten fortan die Gedanken des Semriachers, es folgten zahlreiche Filialen in Graz, Wien und Linz, dazu werden die Marken Granola und Crazy Dog aufgebaut.

Neues Design, neuer Look

In ihrer "Ur-Filiale" setzt das Gastro-Ehepaar nun auch neue Aspekte. So wurde unter anderem der Hauptraum mit Graffiti-Kunst von Max Lugitsch neu designt, geraucht werden darf auch nicht mehr. Was aber heute wie damals wichtig ist: "Qualität ist das Nonplusultra, darauf haben wir immer Wert gelegt." Die Reise ist aber noch nicht zu Ende, vielleicht rollt die Kugel auch bald im Ausland. "Alles ist möglich."

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