Aller guten Dinge sind vier

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Nach dem zehnten Sieg in dieser Saison, dem dritten im Playoff, öffnete der EC Black Stars die Tür zum Aufstieg. Dennoch ist noch ein weiter Weg bis bis dort hin. Dennoch ermöglichte der gestrige klare 4:0-Erfolg gegen den EHV Eislutscher, gleichbedeutend mit dem viertem Shutout und dem vierten Sieg in Serie, den Black Stars auch zwischenzeitlich der Sprung an die Spitze der Tabelle im Playoff der Gruppe HI.

Neutralisieren

Das erste Drittel beginnt auf beiden Seiten richtig hektisch. Die Eislutscher agieren in den ersten Minuten sehr energisch, verteidigen sehr gegen den Mann und vereiteln somit, dass die Black Stars ihr geordnetes Aufbauspiel aufziehen können. Bereits nach drei Minuten gibt es die erste gute Möglichkeit für die Black Stars, als sich Flügel Oliver Landertshamer mit einem sehenswerten Solo gegen drei durchsetzen kann und mit seinem Schuss den Tormann der Eislutscher, Martin Polak, in Bedrängnis bringt. Teilweise erinnert die Anfangsphase an Ping Pong, es gibt sehr viele direkte Scheibenwechsel. Allerdings agieren beide Mannschaften defensiv sehr diszipliniert, neutralisieren sich im neutralen stark und somit kann auf beiden Seiten keine zwingenden Tormöglichkeiten vorgefunden werden. Die Black Stars haben nach einer viertel Stunde mehr Schüsse zu verzeichnen, allerdings bleibt der erwünschte Torerfolg aus. Erst kurz vor Schluss des ersten Drittels erfangen sich die Black Stars und bringen etwas Ruhe ins Spiel. Das schnelle Aufbauspiel beginnt nach und nach zu funktionieren. Allein aufs Tor rennend wird Michi Rauchenwald zwei Minuten vor Schluss wegen Abseits vom Schiedsrichter fälschlicherweise zurückgepfiffen. Nur kurz vor dem Ende des ersten Drittels kocht die Stimmung noch zusehends auf: Black Stars-Verteidiger Joachim Gries wird wegen unsportlichen Verhaltens für 3+10 Minuten auf die Strafbank verbannt. Es folgen rege Diskussionen mit dem Schiedsrichterduo, die Lage ist sehr angespannt, ehe es in die Drittelpause geht.

Absetzen

Zu Beginn des zweiten Drittels nehmen die Black Stars langsam aber sicher das Heft in die Hand. Nur selten können sich die Eislutscher entscheidend befreien.
Ein Stangenschuss in der 26. Minute ist aber der entscheidende Weckruf für die Black Stars. Zustimmungsprobleme in der Verteidung ermöglichen einen Sololauf für einen Eislutscher-Stürmer, nur das Aluminium verhindert die Führung für die im Twinni-Dress spielenden Gegner.
Patrick Bracko, Matchwinner und zweifacher Torschütze für die Black Stars, nimmt sich nur kurz nach diesem Alarmsignal ein Herz und knallt den Puck von der blauen Linie ins Netz. Der Führungstreffer gibt den Black Stars den nötigen Auftrieb, um die Partie in ihre Richtung zu lenken. Das erweist sich aber schwer, der Körpereinsatz der Eislutscher bewegt sich an der Grenze des Erlaubten. Die Schiedsrichter scheinen mit der Partie überfordert, insgesamt gibt es 35 Strafminuten für die Eislutscher, dennoch können sie mit ihrem Penaltykilling Treffer in Unterzahl vermeiden. Gegen Ende des zweiten Drittels zeichnet sich das selbe Bild ab wie zu Beginn, die Mannschaften sind defensiv sehr konzentriert, nur Philipp Schwarz kann in Minute 35 vor dem Tor auftauchen und setzt zum Schuss an. Er wird allerdings gefällt und es gibt Penalty für die Black Stars. Der Gefoulte tritt selbst an, trickst den Goalie aus und erzielt das so wichtige 2:0. Durch die Zwei-Tore-Führung scheint zunächst die Moral der Eislutscher gebrochen, Oliver Landertshamer hat in der 37. Minute die Riesenchance zur Vorentscheidung, mit einer Glanzparade verhindert Martin Polak im Tor der Eislutscher das dritte Tor. Am Schluss des Mitteldrittels können sich die Eislutscher nochmals aufbäumen, Philipp Brugger muss sich vier Mal prüfen lassen, kann aber jeden Schuss entschärfen.

Heimspielen
Zurück am Eis nach der kurzen Drittelpause zeigen sich die Black Stars extrem abgebrüht, sehr souverän und konsequenter als in den ersten beiden Dritteln. Philipp Schwarz ist es erneut, der bereits nach nur einer Minute entscheidend vor dem Tor auftaucht und für Gefahr sorgt. Nur der schnelle Reflex des Tormanns verhindert, dass der Puck im Netz zappelt. Drei Minuten später dann aber endlich: Oliver Landertshamer setzt sich gegen Drei durch und mit Hilfe der Stange schießt er zum 3:0 zu ein.
Die Partie nimmt danach wieder an Fahrt auf, auch durch die fragwürdige Strafe gegen den erneut starken Verteidiger Manuel Schwarz bringt die Black Stars noch leicht ins Wanken. Sie fallen aber nicht, im Gegenteil. Die Eislutscher schwächen sich zum Schluss nochmals durch Unsportlichkeiten, die Black Stars wirken sehr sicher und können sich absetzen. Chancen von Christoph Wagner, Klemens Fasching und dem Assistgeber zum 1:0, Marcel Lackner kann der Schlussmann der Eislutscher vereiteln und somit einen höheren Endstand verhindern. Letzten Endes gibt es aber trotzdem noch das vierte Tor an diesem Abend. Patrick Bracko läuft allen auf und davon, sogar fast sich selbst, kann aber noch einen Schuss anbringen netzt per Gurke zum 4:0-Endstand.
Das Résumé der Partie fällt sehr vielversprechend aus, die Black Stars boten eine über weite Strecken sehr gute Partie ab, vorallem in der Defensive. Drei Spiele im Playoff noch zu überstehen, das direkte Rückspiel gegen die Eislutscher und noch die zwei Spiele gegen den EC Apple Leafs. Die Türe für den Aufstieg steht offen, jedoch müssen die restlichen Schritte hindurch konsequent und konzentriert gegangen werden.

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