22.06.2017, 10:30 Uhr

50 Jahre Bankomat: Ein Fest zum Abheben

Große Summen: Allein bei den Raiffeisen-Bankomaten in Graz-Umgebung wurden im Vorjahr 240 Millionen Euro behoben. (Foto: Jorj Konstantinov)

Die WOCHE gibt einen Einblick in die Welt der Bankomaten im Bezirk Graz-Umgebung.

Nur Bares ist Wahres: Dieser Spruch trifft in Europa kaum auf ein Land besser zu als auf Österreich. Zwar werden auch hierzulande Online-Banking und andere elektronische Zahlungsmöglichkeiten immer stärker genutzt, am meisten Vertrauen wird aber immer noch Münzen und Scheinen im Geldbörserl entgegengebracht. Passend dazu feiert heuer ausgerechnet jene Maschine, die für monetären Nachwuchs sorgt, ihren 50. Geburtstag: So wurde im Jahr 1967 der allererste Bankomat nördlich von London aufgestellt.

Bis die revolutionäre Erfindung in Österreich Fuß fasste, dauerte es allerdings noch eine Weile. Erst 1980 begann der Siegeszug des Bankomaten in Wien und breitete sich in weiterer Folge auf die Bundesländer aus.

150 Behebungen pro Stunde

Waren die Geldmaschinen früher eher in Ballungszentren anzutreffen, kann heute nahezu jede Gemeinde einen Bankomat ihr Eigen nennen. Den Löwenanteil der Automaten stellt in der Steiermark die Raiffeisen Bank, auch im Bezirk Graz-Umgebung betreibt sie 31 Bankomaten.
Die Daten widersprechen dabei jedem Gefühl, wonach man annehmen könnte, dass heute nur mehr online gezahlt wird. "Allein bei unseren Geräten im Bezirk erfolgten im Jahr 2016 rund 1,3 Millionen Transaktionen. Das sind 3.600 Behebungen pro Tag und 150 Behebungen pro Stunde", klärt Johannes Derler von der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG auf. In Summe wurden im Vorjahr nicht weniger als 240 Millionen Euro behoben, die durchschnittlich abgehobene Geldmenge pro Vorgang betrug in Graz-Umgebung somit 194 Euro.

Bargeld bleibt wichtig

Ebenfalls interessant: Die meisten Behebungen erfolgten an den Standorten in Laßnitzhöhe, Gratwein und Fernitz.
Hält der Bankomat-Boom bei uns auch in Zukunft an? "Die Anzahl an Automaten wird auf einem hohen Niveau konstant bleiben, weil die Steirer und Österreicher das Bargeld lieben. Es wird in den nächsten Jahren ein Nebeneinander unterschiedlichster Zahlungsformen, von NFC bis zum Bezahlen mit dem Handy, geben."
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