Gefragte Frauen mit Eva Saischegg

Eiserne Disziplin  ist die Erfolgszutat der 23-jährigen Athletin, Personal Trainerin, Lehramtsstudentin und Social-Media-Berühmtheit.
  • Eiserne Disziplin ist die Erfolgszutat der 23-jährigen Athletin, Personal Trainerin, Lehramtsstudentin und Social-Media-Berühmtheit.
  • Foto: privat/Eva Saischegg
  • hochgeladen von Elisabeth Eder

Die zweifache Bikini-Fitness-Österreich-Meisterin und Fitnessbloggerin Eva Saischegg spricht mit der WOCHE über Schönheitsideale, (Schul-)Bankdrücken und Frauen, die Angst vor Muckis haben.

WOCHE: Wann kam Ihre Fitnesskarriere ins Rollen?
Eva Saischegg: Sport habe ich immer schon gemacht, ich war auch als Kind schon sportlich aktiv. So wirklich zum Bodybuilding gefunden habe ich mit 18 Jahren, als ich im Zuge meines Studiums nach Graz gezogen bin. Da habe ich mich dann immer intensiver damit beschäftigt, Bücher gelesen und viele YouTube-Videos angesehen.

Zwei Jahre später kamen dann schon die ersten Erfolge ...
Genau, das war damals auf der Messe für Fitness und Bodybuilding (Fibo). In dem Moment war klar, dass das absolut meines ist, da auf der Bühne zu stehen. Auch der harte Weg dorthin zu kommen, reizt mich. Ich hatte davor zwar immer viel Spaß beim Training, es war aber schwierig für mich, diese beinharte Disziplin bei der Ernährung zu bewahren. Das war dann irgendwie die erste Herausforderung und es hat gut geklappt und total Spaß gemacht. Mittlerweile habe ich schon an zwölf Wettkämpfen teilgenommen.

Stichwort Social Media. Wie hat sich diese riesige Community um Sie entwickelt?

Es ist eigentlich komisch, da es anfangs gar nie so meine Intention war. Als ich damit vor zirka fünf Jahren begonnen habe, hat es so etwas wie Fitness-Blogger oder Instagramstars noch gar nicht oder nur wenige gegeben. Ich habe immer Trainingsbilder hochgeladen und wurde anfangs dafür sogar belächelt. Mittlerweile habe ich fast 130.000 Follower und verdiene auch mein Geld damit.


Gibt es auch viel Kritik auf diesen Plattformen, die Sie über sich ergehen lassen müssen?

Natürlich sind immer welche dabei, denen nicht gefällt, wie ich aussehe. Aber das ist meiner Meinung nach Geschmacksache. Es ist ja mein Körper und mein Leben und ich bin absolut glücklich damit. In den meisten Fällen bekomme ich aber sehr viel Zuspruch. Und auf der diesjährigen Fibo war ich einfach überwältigt, wie viele Menschen sich extra angestellt haben, nur um mit mir ein Bild zu machen oder mit mir zu plaudern. Das ist ein wunderschönes Gefühl.

Neben Ihrer Karriere als Athletin und Personal Trainerin studieren Sie Mathematik und Biologie. Wie geht sich das alles aus?
Schwierig. Viel Privatleben bleibt mir nicht. Und in der Wettkampfsaison ist es auch total schwer, sich auf das Lernen zu konzentrieren, da man wirklich körperlich und geistig an seine Grenzen geht. Aber ich bin bald fertig mit meinem Studium.

Wie schauts in der Zukunft aus? Drücken Sie bald die Schulbank?
Also für heuer habe ich beschlossen, keine Wettkämpfe zu machen und nur für mich zu trainieren. Alles andere steht noch in den Sternen. Ich möchte dann nicht sofort als Lehrerin in der Schule arbeiten, da mir meine derzeitige Arbeit als Trainerin, Ernährungsberaterin und Social-Media-Influencerin richtig Spaß macht.

Woher holen Sie sich die Motivation?
Ich finde, man sollte immer das Beste aus sich selbst rausholen und sich nicht mit anderen vergleichen.

Fühlen Sich Männer eingeschüchtert von Ihren Muckis?
Bisher wäre mir das nicht aufgefallen. Aber beim Thema Muckis haben eher Frauen Komplexe. Viele Frauen haben Angst, dass sie zu trainiert aussehen. Aber ich trainiere wirklich hart – sechs Mal pro Woche – und das seit vier Jahren. Und wie man sieht, wird man als Frau – das ist hormonell bedingt – nie arg, sondern höchstens sehr sportlich aussehen.

Welche Tipps haben Sie für Frauen, die so fit werden wollen wie Sie?
Ernährung ist das Wichtigste. Das macht zirka 80 Prozent aus, 20 Prozent sind dann Training. Basics wie Liegestütze sind das A und O. Und: Trainiert mindestens so hart wie Männer!

Was kommt bei einer Eva Saischegg niemals auf den Teller?

Ich esse alles, außer es schmeckt mir nicht. Ich bin sogar eine richtige Naschkatze.

Steckbrief
Geboren: 17. 1. 1995 in Fürstenfeld
Studium Mathematik und Biologie auf Lehramt
Trainiert seit 2014 im Fitnessstudio
Titel: Österreichische Bikini-Fitness Meisterin 2016 und 2017
Auf Instagram unter evasaischegg zu finden

WOCHE WORDRAP

Mein erster Gedanke nach dem Aufstehen ... was trainiere ich heute?
Glücklich macht mich ... Pizza und Eis.
Sport ... ist mein Leben.

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